Etliche machen sich falsche Vorstellungen, aber der UA kann nur das Handeln der Behörden untersuchen, und das ist durchaus ein Lehrstück wie aus alter Zeit.

Vorgeführt wird von vielen Zeugen, dass sie sich an nichts erinnern, und dann kommt doch so nach und nach, vor allem durch Vorlage von Dokumenten und Zusammenhängen, einiges ans Tageslicht, was man sich in bayrischen Behörden so nicht wünscht.

Überlastung könnte zum Beamtenwitz werden, wenn nicht die tragische Unfähigkeit des Berufsstandes, die eigenen Interessen qualifizierter und anerkannter Arbeit mit unanständigen Vorgaben gemischt zu sehen, zum Schweigen bringen würde.
Stellenkürzungen als Sparmassnahmen auf dem Rücken der Mitarbeitenden garantierte den Freunden aus der Strauß-Ära, dem AMIGOS die mangelhafte Steuerprüfung und die Verfolgungsfreiheit:

Keine der beteiligten Personen wagte, auf die Verflechtungen der Politik mit der HypoVereinsbank, heute UNICredit hinzuweisen, alle stellten sich an diesem Punkt blind und taub:
Der Revisionsbericht als angeblich nicht mit verfolgbaren Tatsachen voll …

Die Generalstaatsanwaltschaft stellt über die Aussagen mehrerer Beteiligter dar, dass immer nur Berichte weiter geleitet wurden, dass die Ministeriums-Ebenen denen „draußen“ vertrauen, dass gar keine Original-Akten gelesen werden.

So ging auch die Anzeige Edward Brauns, der die Vorsätze der Gattin schilderte, im Kreis herum, ohne wohl wirklich beachtet und bearbeitet zu werden. Es kam auch nie eine Beamtensperson auf die Idee, mit Gustl Mollath oder seinen Anwälten zu sprechen.

Nach Eingaben der Abgeordneten aus dem Rechtsausschuss wurde gejammert und gemauert. Kein Interesse an Aufklärung? Nein, eher Panik, das alte Schweigekonstrukt aus der Bank könnte bröseln.

Mollath-Maske-Tenniskollegin Fili und der heutige CSU-OB von Schwabach Thürauf mischten als Staatsanwälte ein wenig mit, alles zur Seite zu legen, niemand will – wohl bis heute – einen Anfangsverdacht gehabt haben.
Baustelle Justiz
Hoeneß hätte hier gute Karten gehabt, denn eine Finanzaufsicht, die Schweizer Konten für normal, Bargeldtransporte für legal, Geldwäsche und Börsenmanipulationen lieber als verjährt ansieht – die kann sich nur ein sehr reiches Land leisten.

Der FCBayern und der FCNürberg haben viele reiche und einflußreiche Freunde, wie Adi Dassler, Raml, Söder, … und der bayrische Filz fühlt sich da wohl. Die Brot-und-Spiele-Bevölkerung dankt mit Begeisterung.

Das ist auch vor Ort oft so, drum haben wir uns dran gewöhnt: Spenden für Auftrag, Baugenehmigung, gute Tips und anstehende Planungen: Parteifreunde eben. Nur leider keine sehr innovationsfreudigen Geflechte. Im regen aber neu zu dehnen. Filzpantoffeln, Filzhüte, Walkjanker … alles so rustikal.

Prantl ist auch so einer, der noch an Reformierbarkeit glaubt: Aus den Dunkelkammern des Rechts. Der Fall Mollath. Heute in der SZ. http://www.sueddeutsche.de/bayern/fall-mollath-die-ihr-hier-eintretet-lasst-alle-hoffnung-fahren-1.1692526 … … http://bit.ly/13vdDqE

Wenn Gustl Mollath heute befragt wird, werden ein paar weitere Puzzle-Steine zusammenfinden. Seine Freilassung kann aber nur von mutigen Beamten bewirkt werden, die sich an die Gesetze halten. Die fehlen noch.