Ein Symposion über Armut und Reichtum im Kloster Frauenchiemsee
30. und 31. Oktober 2008

Zur Debatte um das Thema Arm-Reich im drittreichsten Land der Erde wollen wir mit einer ungewohnten Perspektive beitragen. Sie heißt: statt lang eingeübtem Rechts-Links-Denken alte Ideen und Modelle neu denken und betrachten: die Ideen von Karl Marx ebenso wie das lang erprobte Konzept des Benedikt und der nach seiner Regel lebenden Mönche. Keine Angst also, weder vor „links“ noch vor „fromm“! Zurück zu Quellen, die der zunehmen-den Verarmung auf sehr unterschied-liche und originelle Weise auf den Grund gehen. Dazu gibt es eine kurz gefasste Analyse des herrschenden Banken-wesens und seine Auswirkungen auf die Kundschaft.

Wir laden Sie herzlich ein zu diesem ernsten Arbeitstreffen auf die anmutige Fraueninsel mit ihrem heiteren Charme.

Karin Fürsich
Dr. Odilo Lechner
Prof. Dr. Klaus Weber
und der Moderator Dipl.theol. Alfred Rott

Donnerstag, 30. Oktober

10.00 Begrüßung – Einführung in die Problemstellung
10.30 Meditative Einstimmung: Erfahrungen, Kenntnisse, Fragen zum Thema

11.00 Prof. Dr. Klaus Weber: „Jedem nach seinen Bedürfnissen“: Wohlstand nach Karl Marx. Eine wirtschafts-psychologische Deutung

12.00 Kleingruppen
12.30 Plenum: Austausch
13.00 Mittagessen

15.00 Karin Fürsich: Der Geldmarkt: Wie wir ihn durchschauen können, um nicht seine Opfer zu werden

16.00 Kaffeepause – Kleingruppen
17.00 Plenum: Austausch – ZukunftsAtelier:
Ideensammlung für eine musische Gestaltung des Themas (ein „Werk“)
18.30 Abendessen
20.00 Spielerische Arbeit am „Werk“

Freitag, 31. Oktober

8.00 Morgenmeditation – Frühstück
9.00 Präsentation des „Werks“

10.00 Dr. Odilo Lechner:
Die Armut des Mönchs und der Reichtum der Klöster: Ist die Klosterpraxis übertragbar auf die „Welt draußen“?

11.00 Kleingruppen
12.00 Plenum: Austausch
13.00 Mittagessen – Spaziergang

15.00 Rundgespräch aller Teilnehmenden
16.00 Abschied: Was nehmen wir mit?
17.00 Ende

„Die Erde hat genug für jedermanns Bedürfnisse, nicht aber für jedermanns Gier.“ M. Gandhi

Das Symposion hat drei Teile:

1. Prof. Dr. Klaus Weber,
Sozialpsychologe an der Hochschule für Sozialwesen München, bietet Ergeb-nisse seiner Marxforschung, die der Frage nachgeht, wie Armut und Reichtum zustande kommen.

2. Karin Fürsich,
Psychotherapeutin und Finanzexpertin (Bull-Akademie), analysiert das herr-schende Bankenwesen und den globa-lisierten Geldmarkt und gibt konkrete Hinweise, wie man der Armutsfalle entgehen kann.

3. Dr. Odilo Lechner,
Altabt der Benediktinerabtei St. Bonifaz München und Andechs, beschäftigt sich mit dem Thema Armut und Reichtum im Kloster – und wieweit davon Impulse für ein Wirtschaften ausgehen können, das keine Gier und keine Opfer kennt.

Die Teilnehmenden werden zusam-men mit den Referenten nach kreativen Lösungsansätzen suchen für einen (ge)rechten Umgang mit Geld und Besitz.

Dies ist eine Fortbildungsveranstaltung für Menschen, die mit dem Thema beruflich zu tun haben (in Politik, Bildung, Beratung, Therapie), aber auch für alle, die ein privates Interesse an diesem gesellschaftlich hoch brisanten Thema haben.

Im Teilnahmebeitrag von 170 € (Ermäßigung nach Absprache) sind eingeschlossen: Übernachtung im Kloster: Einzelzimmer mit Vollwertfrühstück, 2 x ayurvedisches Komfort-Mittagessen, 1 x Abendessen, Pausengetränke mit Gebäck
Anmeldung
bitte bis 30. September bei
Alfred Rott,
Zusammenschluss Bayerischer Bildungsinitiativen e.V.
Lindwurmstr. 60, 80337 München
Tel. 089-768769 alfredrott@hotmail.com

„I was rich, I was poor, believe me: rich is better.”

Ein Symposion über Armut und Reichtum im Kloster Frauenchiemsee
30. und 31. Oktober 2008

ZBB Zusammenschluss
Bayerischer
Bildungsinititaiven e.V.