Alle großen Medien hatten die Berliner Strom-Abschalt-Aktionen nach Fukushima als konfus und gestört dargestellt: Ich findes das Bekennerschreiben recht klar verständlich:

Das Grollen des Eyjafjallajökull – Download]“ href=“http://linksunten.indymedia.org/image/40281.jpg“>Das Grollen des Eyjafjallajökull

Wir streiken!

Deshalb haben wir heute einen Teil der Bahninfrastruktur am Ostkreuz, einem zentralen Verkehrsknotenpunkt der deutschen Hauptstadt, sabotiert: An einer Kabelbrücke haben wir die Schutzgitter unterhalb der Türen durchtrennt und Feuer gelegt, um damit etwa einhundert Signal-, Telekommunikations- und Stromkabel kurz zu schließen. Dabei haben wir die Gefährdung von Menschen nach bestem Wissen ausgeschlossen. Die für den Fahrbetrieb relevanten Sicherheitssysteme der Deutschen Bahn sind mehrfach ausgelegt.

Unsere Aktion ist ein Haltesignal. Wir haben die Schnauze voll!
Berlin ist Hauptstadt eines der führenden Waffenexporteure, Berlin ist Hauptstadt des mächtigsten EU-Staates. In Berlin wurde ein „Ausstieg“ aus der Atomenergienutzung mit langen Restlaufzeiten beschlossen, aus dem dann ausgestiegen wurde, um nun erneut in einen „schnellst möglichen“ Pseudo-Ausstieg einzusteigen.

weiter: http://linksunten.indymedia.org/en/node/40279
eine spätere Wertung: https://linksunten.indymedia.org/de/node/45572

Mit einem medialen Trommelfeuer, angeheizt vor allem von einigen Redaktionen und deren JournalistInnen, sowie PolitikerInnen, wurde viel Energie daran gesetzt, die Aktion anzugreifen und ihre zielgerichtete Wirkung zu denunzieren. Wir meinen damit nicht die Kommentarspalten, die dazu da sind, Themen zugespitzt anzugehen und die wenig Sympathie für militante Aktionen aufzubringen in der Lage sind. Wir meinen die Berichterstattung, die vermeintlich neutral daher kommt, aber durch Wertsetzungen, Weglassungen, Verdrehungen und Lügen ihre LeserInnen gezielt lenkt.

Springer, Taz, Tagesspiegel, Süddeutsche Zeitung, RBB manipulierten ihre jeweilige Klientel nach ihren Möglichkeiten.

Die Taz telefonierte nach Antiatomgruppen, die sich von der Aktion distanzieren würden und fand nur zwei Funktionäre von B.U.N.D. und Naturfreundejugend, die die Interessen der Taz bedienen konnten. Die Berliner Politik, also alle Parteien, distanzierten sich unnötigerweise von der Aktion. Trittin bezeichnete uns als Idioten und nicht als Atomkraftgegner. Das geben wir angesichts des Merkelschen Atomkonsens zurück. Jeder tut was er kann.

Entsprechend erinnere ich mich an totschweigen der frühen symbolischen Bankenaktionen, die zwar mit reichlich Polizeipräsenz, aber keinerlei Berichterstatung in der SZ beantwortet wurden. Kein Wunder, wenn Aktivisten Polizeiübergriffe erleben und danach auf keinerlei Berichterstattung in den großen Medien vertrauen können.

Gute Journalistik wäre (und war) ein Schutz der Demokratie, PraktikantInnen-Berichterstattung in den teuren Zeitungen wird dies sicher nicht gewährleisten.

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