die herrschenden können die schrift
an der wand nicht mehr übersehen
die beherrschten kehren sich ab vom kopfnicken
die Waffenhändler wagen nicht mehr
über die am boden liegenden zu steigen
die bischöfe geben die schlüpfrigen reden auf und sagen nein
die freunde und freundinnen jesu blockieren die Straßen des overkill
die schulkinder erfahren die Wahrheit
woran sollen wir einen engel erkennen
außer dass er und sie mut macht wo angst war
freude wo nicht mal mehr trauer wuchs
einspruch wo sachzwang herrschte
abrüstung wo terror glaubwürdig drohte
fürchte dich nicht der widerstand wächst

Dorothee Sölle

und dazu Worte ihres Ehemannes Fulbert Steffensky:

„Das größte Weihnachtswunder ist, dass Gott weiß, wohin er gehört, zu jenem Lumpengesindel, das ihn braucht und das ihn erkennt. (…) Gott ist kenntlich geworden im kleinen König, geboren in einem Stall. Sein Name ist Habenichts, Flüchtling, Todgeweihter“.

Und noch einmal Dorothee Sölle: „frei werden wir, wenn wir aktiv, bewusst und militant für den Frieden arbeiten.“

Die Worte von Sölle und Steffensky verdanke ich Alois Reisenbichler in Wien

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