„Zeit der Monster – Ein Aufruf zur Radikalität“ von Slavoj Zizek (monde-diplomatique.de, Ausgabe vom 12.11.2010)
Nach Bezug zu Griechenland und den schwachen Versuchen, das Finanzsystem zu regulieren, zeigt er den gegensatz der „zwei Erzählungen“: Der Etablierten und der Protestierenden, die aber vor allem gegen Kürzungen sprechen, ohne Perspektive:

Eines ist klar: Nach Jahrzehnten des Wohlfahrtsstaats, in denen Einschnitte relativ begrenzt blieben und stets mit dem Versprechen verbunden waren, dass die Dinge sich bald wieder normalisieren würden, treten wir jetzt in ein Zeitalter ein, in dem ein ökonomischer Ausnahmezustand zum Dauerzustand, zu einer Konstanten, einer Lebensform wird. Damit drohen noch viel härtere Sparmaßnahmen, Einschnitte bei den Sozialleistungen, Einschränkungen im Gesundheits- und Bildungswesen und mehr unsichere Arbeitsverhältnisse.

Also: Keine Besserung in Sicht. Aber eine große Chance: Die Krise des Systems:

Eine wahre Linke nimmt eine Krise ernst und macht sich keine Illusionen. Ihre grundlegende Einsicht ist, dass Krisen zwar schmerzhaft und gefährlich, aber auch unvermeidlich sind und dass sie das Feld sind, auf dem Schlachten gewagt und gewonnen werden müssen. Daher gilt Mao Tse-tungs altes Motto heute mehr als je zuvor: „Alles unter der Sonne befindet sich in äußerstem Chaos; die Lage ist exzellent.“

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http://www.monde-diplomatique.de/pm/2010/11/12.mondeText1.artikel,a0048.idx,14

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