Manche schätzten nun den UA Mollath, den Untersuchungsausschuss zum Fall Gustl Mollath, zum Fall Merk, vielleicht auch noch zum Fall Haderthauer, als zahnlos ein, weil er nicht genug harte Nachfragen stellte, Finanzverwaltung, Richter und Staatsanwälte reden lässt, der Vorsitzende seine KollegInnen nach Möglichkeit bei ihren Fragen behindert …

opablog: Untersuchungsausschuss als Wetterberichterstatter

und doch präsentiert sich dem Meditierenden ein System, wie es sich F.J.Strauß gebaut hatte:

 

Die Finanzverwaltung ist so überlastet (und programmiert?), dass sie keinen Verfolgungseifer entwickelt, eher die Anzeigenden hinterfragt, als zu ermitteln, die Banken als Heiligtümer unbefragt lässt und untereinander abspricht, lieber nichts zu tun, oder nur gegen kleine Bürger und Unternehmen.

 

Die Staatsanwaltschaft steuert mit dem Zugang zu Akten und der Zustellung bei Gericht die Erledigungen, notfalls der Wegsperrung, der Polizeiermittlung und nicht zuletzt der Presse: Inszenierungen für’s Volk.

 

Die Richter sind in ihrer Eitelkeit gekränkt, sind in ihrem alten Standesdünkel, der die lateinernden Berufe der Priester, Mediziner, Juristen und Studienräte auszeichnet, sie haben sich in ihrem unfehlbaren Elfenbeinturm der Paragrafenreiterei eingemauert und die Grundlagen der Demokratie verraten, zumindest seit dem 3. Reich, wenn sie sich nicht noch königlich wähnen:

 

Auch die Finanzverwaltung sieht sich von anzeigenden und pöbelnden Bürgern belästigt, statt sich einer Demokratie verpflichtet zu fühlen: Bankenregentschaft.

 

Der Hinweis auf die Beteiligung des derzeitigen OB von Schwabach, Thürauf, und die Tennisfreundschaft von Frau Fili mit Petra (Mollath) und Martin Maske tauchen nun so beiläufig auf:

 

Wie Brixners damaliges Training für Martin Maske: Als hätte das keine Bedeutung gehabt, seine kranke Frau erscheint wichtiger als ein flüchtig konstruiertes Urteil, das ihm heute peinlich sein muss: Er rechnet nie mit der Veröffentlichung.

 

Sie können aber auch www.strate.net unter den Dokumenten die Zerlegung lesen …

Auf Telepolis: Fall Mollath: „Es ist nicht mein Urteil“

Bayerischer Rundfunk: Untersuchungsausschuss: War Mollaths Richter befangen?

Der reich gewordene Herr ist gut vernetzt. Der Nürnberger Krimi geht weiter: Söder als Freund des Brixner-Sohnes, das ist wohl die ganz normale CSU?

Haderthauer und das Verdienen an Psychiatrie-Insassen, statt menschenwürdige Fürsorge für die anvertrauten Patienten: Da ist auch die Ärzteschaft noch einmal gefragt, Menschenrechte und Forensik kritisch zu hinterfragen, aber von der bayrischen Ärztekammer ist nichts zu hören: Sind die „Niedergelassenen“ schon so ruiniert, dass sie in die Klinik-Konzerne gehen müssen?

Landtag UA Aures

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