Traum
eine erinnerung, die zuzuordnen ist,
auch ein wunsch, ein wachtraum …

Trauma
eine erfahrung, die nicht zu verarbeiten war,
die nicht zum bisherigen leben passte, es aus der bahn warf.

der kleine Unterschied
kann ein erleben sein, das scheinbar nicht sein darf,
von scham oder schrecken, schmerz oder bedrohung belastet ist.

„Auch bei Kindern mit ADS- Diagnose wird mittlerweile diskutiert,
wie viele eventuell eigentlich Trauma-Klienten sind.“
http://www.traumatherapie.de/users/breitenbach/hydra.html

wer der folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der welt.

wer ihr nicht erlag, hat einen schweren rückweg,
wieder heimisch zu werden unter den menschen.

die traumata meiner elterngeneration,
zwischen angst und drill des dritten reiches,
unter kriegsangst und in der scham der zeit danach …

… kommen bei vielen alten menschen in schweren träumen zum vorschein.

die meisten sind der meinung, dazu gäbe es keine hilfe.
sie haben gelernt, alles allein durchzustehen, voller scham.
ich hatte es auch gelernt, mit meinen ängsten und sorgen allein zu sein.
und konnte es ver-lernen.

jetzt kommt die frage, wie andere dazu einzuladen sind,
ihre alpträume und sorgen nicht nur alleine zu ertragen,
sondern zu teilen, um sie gemeinsam zu bewältigen.

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