MALAWI: THEATER IN ZEITEN VON DIKTATUR UND DEMOKRATISIERUNG

Vortrag und Diskussion mit Dr. Mufunanji Magalasi (University of Malawi) in englischer Sprache. Präsentiert von sabisa performing change e.V.

Dienstag, 27.3.2007, 19:30 Uhr Werkstatt der Kulturen
Wissmannstraße 32 12049 Berlin U-Bhf Herrmannplatz

Die Geschichte eines unabhängigen „Popular Theatre“ beginnt im Malawi der 1970er Jahre, einer Zeit finsterer Repression während der jahrzehntelangen Herrschaft des Diktators Kamuzu Banda. Auf der Basis von überlieferten Geschichten und Praktiken wurden ab den 80er Jahren neue ästhetische Formen entwickelt, darunter auch „Kuselewula“, eine Art von Witz und Komik, mit der die Regierung indirekt mit künstlerischen Mitteln kritisiert wurde und der von ihr mit Mißtrauen begegnet wurde.

Diese und andere Kunstformen wurden in das Malawische „Popular Theatre“ integriert, das sich im Zuge der Demokratisierung in den 90er Jahren ästhetisch und inhaltlich stark veränderte. In seinem Vortrag wird Mufunanji Magalasi die Bedeutung von „Popular Theatre“ heute aufzeigen. Er wird darüber sprechen, wie „Popular Theatre“ von der allgemeinen Bevölkerung praktiziert wird und welche Rolle es angesichts der Herausforderungen des kleinen Landes im südlichen Afrika in Zeiten von HIV/AIDS, Armut und ökonomischer Krise spielt.

Dr. Mufunanji Magalasi ist Dozent für Theater und partizipative Methoden an der University of Malawi, Chancellor College und Theatre for Development-Praktiker. Er lehrte in Südafrika und England und ist zur Zeit Gastdozent an der Leeds University. Er ist Autor des Standardwerks „Stage drama in independent Malawi: 1980 – 2002″. Im Jahr 2003 war er bereits im Rahmen des sabisa Programms „Kommunikation in Konflikten“ in Berlin und gab einen Workshop zu Theater in Malawi.

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