Ein wichtiges Ziel der Sexualpädagogik ist die Selbstbestimmung in der Beziehung und das selbstbestimmte Lernen in den Erfahrungen mit unserem Körper, mit den anderen Menschen. Dazu gehört, auch sprech- und reflexionsfähig werden, wo den meisten noch die gemeinsamen Worte fehlen, wo unseren Kulturen der Umgang nur mit lateinischen und medizinischen Begriffen möglich ist.

Bergb-ache

Die Literatur hat schöne Umschreibungen, die Dialekte und Familien haben ihre Kinder- und Erwachsenen-Begriffe, und wie findet eine junge Forschungs-Partnerschaft zu gesichertem Wissen?
Im Internet kursieren ominöse „Fruchtbarkeits-Apps“, die aber nicht informieren, dass das Sperma bis zu 7 Tage in der Scheide fruchtbar sein kann, wodurch der bis heute weit verbreitete Glaube an die Kalender-Methode , den Älteren unter „Knaus-Ogino“ bekannt, zu vielen überraschenden Kindern geführt hat.

Die Porno-Industrie vermittelt die dümmsten Bilder von Rollenverhalten und sportlicher Macht, erzeugt Ängste und Leistungsdruck, auch, wenn nirgends vernünftig darüber gesprochen wird. Alle Kids wollen heute zu Analverkehr und Sexspielzeug aufgeklärt werden, weil das im Vordergrund zu stehen scheint …

Begriffe, deren Verbindungen und Zuordnungen wir in einem Quiz am Ende abfragen können:
Systematisieren – Qualität lernt selbst

  Organe    Gesundheit   Krankheiten        Körperteile – in meiner Muttersprache                

   Sexualitäten und Orientierungen         Befruchtung & Schwangerschaft

Verhütung und Hormone, Auswirkung     Krankheiten und Übertragungswege      Adoption  und Rechtliches, Abbruch

Systematisierung ist ein Begriff in der Pädagogik nach Paulo Freire, in der auf Lern-Autonomie geachtet wird.
Mehr zur Sexualpädagogik: http://sexualpaedagogik.wikispaces.com

Systematisierung von Erfahrungen

Am 25. November 2013 fand in der Grünen Bildungswerkstatt die Veranstaltung „Tun, was wir wissen und wissen, was wir tun“ statt, bei der Elisabeth Schmid als Co-Autorin des gleichnamigen Buches die „Systematisierung von Erfahrungen als Methode des Wissensmanagements“ vorstellte. Gerald Faschingeder vom Paulo Freire Zentrum kommentierte. Raphaela Bruckdorfer berichtet: http://www.pfz.at/article1452.htm

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