Ein Warnstreik löst bei allen naiven Menschen die Reflexe der dümmsten JournalistInnen aus: Die armen Betroffenen! Nachtdemo 10.Sept2018 ab 19.30 Odeonsplatz

Dass ohne Arbeiterbewegung und Streiks die Hungerlöhne wie vor 100 Jahren und eine Gesindeordnung wie Leibeigenschaft herrschen würde, will sich auch keiner mehr vorstellen.

Aber, dass wir es schaffen, den unmenschlich unchristlich gnadenlos abschiebenden Innenminister abzusägen?

Durch einen Generalstreik? Keine Phantasie reicht hierzulande so weit, alle Gehirne sind für AKK und Merz weich gewaschen, eher ziehen wir für Blackrock in den nächsten Krieg, als Sklaven der uns gut ernährenden und mit Weihnachtsgefühlen bedudelnden Glühwein-Wirtschaft.

Ein Tag der Menschenrechte?münchner tag der menschenrechte

Ja, vor 70 Jahren waren viele der Forderungen auch noch Utopien, und heute abend werden wir im Rathaus hören, https://www.facebook.com/events/2449149325098417/

wie viele sich für die Petition ausgesprochen haben: Hier noch einmal die Chance, zu unterschreiben: Petition

„Menschenrechte in München institutionell verankern“:

https://www.openpetition.de/petition/online/menschenrechte-in-muenchen-institutionell-verankern

Gelbe Westen ohne Programm?

Sie warnen in Frankreich mit ihren Westen vor sich selbst: Das Bekenntnis, nun wirkliche Veränderung nach allen Beschönigungen der Bereicherung der Reichen zu wollen, verstört auch die die deutsche Medien-Landschaft.

Wespen sind ja nicht an sich gefährlich, aber sie können es werden, wenn hysterisch herum gefuchtelt wird. Ansonsten räumen sie Reste von Fleisch und Früchten weg … und wir werden sie vermissen, wenn wir sie mit „Ackerreinigungschemie“ vernichtet haben.otto Gross

Das Wort Bürgerkrieg kommt öfter als Generalstreik

Alle Berichte aus Frankreich skandalisieren, auch in dümmster Art, und die meisten versuchen, die Demonstranten in die rechte Ecke zu stellen, oder als unvernünftig radikal darzustellen …

Auf Weihnachten zu …

wird in der bayrischen und deutschen Konsumlandschaft die rituelle Wiederholung und die Nostalgie in Plastik gefeiert, während die Städte überfüllt mit Touristen und Glühwein-Märkten große Beton-Klötze rundum aufstellten: Wir wissen noch um die internationale Gefahr, dass unsere Waffenexporte und Bomben-Exzesse auch Auswirkungen haben können, aber das verdrängen wir an diesen Tagen lieber. Nur unpraktisch, dass das Wetter nicht mehr mitspielt: Wir hätten gern noch einmal die Schnee-Romantik, in der alles gemütlicher wurde.

Verdrängung gibt uns eine Zeit lang Ruhe

Nicht ständig dran zu denken, auch wieder auf andere Gedanken zu kommen, wir kennen tausend gute Begründungen, über „etwas“ hinweg zu kommen. Ob Unfall, Schock-Moment oder Trauerfall, alle unterstützen gerne die Verdrängung. Ein „weiter so wie früher“ wäre für alle Besitzenden sehr schön.

Auch das ganze „3. Reich“ wurde gerne verdrängt, bei manchen so gut, dass sie nur noch die Autobahnen, die Ordnung und die „Volksgemeinschaft“ im Kopf haben. Die Etablierten konnten – auch mit Hilfe der „immer unschuldigen“ Justiz, Kirchen und Medizin nach der „Entnazifizierung“ in ihre Ämter zurück kehren und im Auftrag der westlichen Aliierten den neuen Anti-Bolschewismus und Antikommunismus des Kalten Krieges

Verdrängung wirkt nur begrenzt

Jede Verdrängung hat noch einen Punkt, der das Erlebnis wieder wach rufen kann. Auch den Punkt können wir meiden lernen, und manche vermeintlich besonders Schlauen nennen das Triggern und meiden alle Bereiche, die sie triggern könnten, statt irgend wann, bevor es nervt, oder die Umgebung nervt, an den Punkt zu gehen: Was mach ich mit meinem alten Erlebnis? Immer weiter umkreisen? Alles entsprechende vermeiden? Das schränkt uns ein, das nimmt UNS die Freiheit.

Verdrängung begrenzt auch die Lust. Eine Nebenwirkung, die wir wieder verdrängen können, aber dann ….

Verdrängung wirkt nur auf Zeit

Jede Traumatisierung warnt uns: Du könntest wieder beeinträchtigt, verletzt werden …

… und spätestens in den letzten Jahren, wenn das Bewusstsein wieder mehr Zugang zu den Kindheits-Erinnerungen bekommt, tauchen die alten Themen unseres Lebens wieder auf, die uns oft unterschwellig angetrieben haben, die Motiv für allerlei seltsame Reaktionen sein können …

Politisches Bewusstsein – wird auch verdrängt?

Maxmonument, SeenotrettungIn der Schule lernten wir meistens, wie Gesetze entstehen, aber nicht, wer Parteien finanziert und wie Politik wirklich gemacht wird. Also fühlen sich 95% davon überfordert und machen lieber ihre Arbeit, wundern sich abschließend, warum es nicht zur Rente reicht und wo die Zeit geblieben ist.

Je länger wir verdrängen, desto mehr können wir für andere schuften und konsumieren, Müll produzieren und die Welt sehen, die wir anschließend auch wieder vergessen: Verdrängung der zusammenhänge wirkt auch.

Die Psychologie kennt auch Verdrängung : Für ihre politische Aufgabe!

Sigmund Freud sagte auf der 1. Psychoanalytischen Tagung 1908 in Salzburg zu Otto Gross nach dessen Vortrag: „wir sind Ärzte / Kliniker, und wir bleiben Ärzte / Kliniker“ … was auch hier mit dem Namen von Otto Gross verdrängt ist: 1908 fand in Salzburg der Erste Congress für Freudsche Psychologie statt, wo sich Anhänger der Psychoanalyse aus mehreren Ländern versammelten

Gemeint war damit: Wir halten uns aus der Politik heraus, wir behandeln nur die Kranken. (Wir behandeln nicht die krank machende Struktur).

Der autoritäre Charakter

Seebrücke statt SeehoferOtto Gross hatte die psychoanalytische Denkweise auf die politischen Strukturen angewandt und ihre krank machenden Faktoren benannt, die zwischen Adel, Arbeitern und Besitz-Bürgertum, Kirchen und Militarismus, Rüstungsindustrie, zwischen Männer- und Frauenrollen und enger Familien-Moral durchaus offensichtlich wurden.

Freud erklärte seinen vorher „hochbegabten Schüler“ zur „bitte nicht mehr genannten Person“ und ein gutes Jahrzehnt passierte einem weiteren früheren „Musterschüler“ das Selbe: Auch Wilhelm Reich hatte die Analyse der Gesellschaft in deutlichen Widersprüchen gesehen, in der verquasten Familien- und Sexual-Moral, der verfemten Aufklärung und der Not der illegal und oft der tödlich Abtreibenden, der öffentlichen Doppelmoral nach Einkommen und Schweigegeld …

Zum autoritären Charakter gehören Duckmäusertum und Verschlagenheit: Geschlagene Kinder glauben, lügen zu müssen, sind ständig mit Ausreden beschäftigt, erwarten immer die nächste Strafe oder das nächste Unglück, das ein strafender Vater-Gott schickt.

Zum autoritären Charakter gehört auch der Glaube, dass nur Gewalt und Hierarchie zu Ordnung und funktionierender Gesellschaft führen: Der Ausschluss von Anders-Denkenden und die Art, jemand nicht mehr zu nennen, vermeidet auch jede Auseinandersetzung und Veränderung: Wie Kirchen und Parteien, die sich für ewig richtig halten.

Kritische Theorie weckt das Bewusstsein

Anarchie befreite – wie die philosophische Aufklärung – von der lastenden Vater-Figur, von den Höllenängsten und den magischen Notwendigkeiten, die Konsequenzen des eigenen Handelns anzuwenden. Darum ist sie von der Herrschenden so gefürchtet und wird mit mit Zerstörung, Mord, Verbrechen und sinnlosem Aufstand gleich gesetzt, was die bezahlte Presse ewig nachbeten wird.

Kritische Theorie bezieht sich auf die Fähigkeit, ein System in seiner Gesamtheit und in der Wirkung auf die Gesellschaft auch als veränderlich zu sehen, als diskussionsfähig und veränderungswürdig … Kein Wunder, wenn die ReGierung der Besitzenden solche Stimmen unterdrückt und alle wirklichen Veränderungen vermeidet: Konsum und Werbung gaukeln uns ständig Neues vor.

Freie Liebe wird zur „Libertinage“ herabgesetzt

und hört sich plötzlich wie eine Krankheit an: Freie Liebe war damals der Versuch, sich über die Gefühle und die Bindungen, wie sie sich in uns selbst, und nicht nur in den äußeren Konditionen abbilden, bewusst zu werden. Erlebt wurde bis dahin vor allem die gesellschaftliche Ächtung von Abweichung und Scheitern, bis heute verknüpft mit Alleinerziehenden, Bisexualität, Scheidung.

Das zu eng gewordene Familienbild, mit damals oft noch von den Eltern oder Verwandten gestifteten Ehen, die dann doch im kindlich erlebten Disaster endeten, zwischen „ewigen“ (uneinsichtigen) Tyrannen und den um ihr Recht kämpfenden Frauen, erschreckte bewusst werdende junge Leute, die gesellschaftliche Strukturen analysieren und besprechen lernten.

Die Idee der Freien Liebe würden wir heute unter poly-amor einordnen, die bürgerliche Moral machte daraus die Polygamie: Die Sexualität kannte allerdings vor 100 Jahren noch wenig Verhütungs-Möglichkeiten und -Wissen, und auch die ärztliche Kunst quecksilberte noch an Tripper und Syphilis herum …

Libertinage bezeichnete aber in jener Zeit eher die sucht-mässige Sexualität auf Kosten der PartnerInnen, wie bei de Sade und Casanova in der Literatur … und darum ging es hier gar nicht!

Wir können ins Gespräch kommen:plenum R

Do 13.12.2018, 19 Uhr Vortrag / Diskussion:

Politisches Bewusstsein und Psychoanalyse seit 100 Jahren:

Otto Gross 1877-1920 in Graz -München -Berlin – …

Der Psychiater und Psychoanalytiker Otto Gross aus Österreich war ein aktives Mitglied der sozialistisch-anarchistischen Bewegung und auch in literarische Kreise in der Wiener, Münchner, Berliner und Schweizer Boheme integriert.

Von Sigmund Freud wurde er geschätzt und Erich Mühsam gehörte zu seinem Freundeskreis. Aufgrund verschiedener Affären wurde er auf Betreiben seines Vaters, des berühmten Strafrechtlers Hans Gross, in psychiatrischen Anstalten interniert, entmündigt, steckbrieflich gesucht und als Anarchist verhaftet.

1920 verstarb er unter ungeklärten Umständen. In seinen zahlreichen Schriften wird die Auseinandersetzung zur Psycho-Politik für

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