Ich bin nicht Sayedna, der Fürstbischof, sondern Abuna, der
Dienerbischof. An der Rückseite meines Bischofsstuhls in der Kirche
ließ ich Christus den König, den Allmächtigen durch Christus den
Füßewaschenden ersetzen. Meine Jünger sind die Priester und
Gemeinde-glieder überall in der Diözese. Meine erste Rede während
meiner Weihe in der Kirche zur Bergpredigt in Ibillin und in der
Kathedrale in Haifa hielt ich für meine Gemeindeglieder, für die
Menschen, die ich liebe und um die ich mich kümmere. Ich hielt sie auf
Arabisch für die Christen und die Muslime in Israel und im Ausland,
ich hielt sie auf Hebräisch für das Jüdische Volk in Israel und in
Englisch und Französisch für die übrigen Gäste und Freunde. Es war das
erste Mal, dass ein Erzbischof wärend seiner Weihe eine Rede an das
Jüdische Volk als seine in Gott geliebten Schwestern und Brüder
richtete.

… Ein Erzbischof hat die Aufgabe, die Gewissen der Menschen
wachzurütteln, die im Winterschlaf vor sich hindösen, damit sie
beginnen, vorwärts zu schauen und sich für Frieden und Gerechtigkeit
einsetzen. Auch sollen sie sich für Menschenrechte für alle einsetzen,
ganz egal, welcher Abstammung, Rasse oder Kultur jemand angehört.
Meine Aufgabe hier im Heiligen Land ist es, jeden und jede daran zu
erinnern, dass wir alle als Frauen und Männer von Gott als sein Abbild
geschaffen wurden. … Dies ist nicht, was man auf der Straße hört.
Dies ist auch nicht die Sprache eines Parteiprogramms. Nein, dies ist
vielmehr SEINE Sprache, der uns lehrt, die Feinde zu lieben und die zu
segnen, die uns verfluchen. Wir sollen geben, ohne zu empfangen.

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