Radio LORA und die Tageszeitung junge Welt – Leserinitiative München – präsentieren jeden 1. Mittwoch des Monats Filme aus der „Bibliothek des Widerstands“. Die Vorstellung im Januar (ausnahmsweise am 2. Mittwoch): Mittwoch 11. Januar 2012, 1930 Uhr (Wiederholung am Donnerstag, 12.1., um 19 Uhr)

SPALTPROZESSE (Bertram Verhaag und Claus Strigel, BRD 1987, 95 Minuten)
im MAXIM-Kino, Landshuter Allee 33, 80637 München

nur MI: im Anschluss: Diskussion mit dem Co-Regisseur, Bertram Verhaag, moderiert von Ute Wagner-Oswald

Unter dem Motto „Stoppt den WAAhnsinn“ machte in den 80er Jahren eine breite Protestbewegung gegen die Wiederaufbereitungsanlage für abgebrannte Brennstäbe (WAA) in Wackersdorf mobil – 1989 wurde der Bau eingestellt. Im Jahr nach dem von der Bundesregierung verkündeten Atomausstieg möchten wir an diesen erfolgreichen Aspekt der Anti-Atom-Bewegung erinnern.

Seit Bekanntwerden des endgültigen Standorts der WAA am 4. Februar 1985 haben viele Oberpfälzer ihre gewohnten Bahnen verlassen und schließen sich der Protestbewegung an, in aktiver Solidarität mit den verschrieenen „Chaoten“.
 Der Film weckt „zugleich die Hoffnung, dass die Menschen politisch handeln mögen: gegen Umweltzerstörung und die sogenannte friedliche Nuklearwirtschaft“
 (Jury der Evangelischen Filmarbeit).

Bertram Verhaag (geb. 1944) ist Regisseur und Produzent von Dokumentarfilmen. Verhaag lebt und arbeitet in München und ist Mitinhaber der Produktionsfirma DENKmal Film.
Ute Wagner-Oswald ist Autorin, Regisseurin und Produzentin von Dokumentarfilmen, Lehrtätigkeit am staatlichen Fernsehen in Kabul. Sie lebt in München.

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