Paulo Freire und die befreiende Pädagogik: gestern, heute und morgen
2. Teil

Sehen – urteilen – handeln
Sie kennen den Dreischritt vielleicht von den Pfadfindern oder aus der Christlichen Arbeiterjugend, überall meint er entsprechendes: Nicht nur analysieren und beurteilen, sondern auch ins gemeinsame Handeln kommen.

Wo unsere Schule meist mit den Noten und Zeugnissen endet, beginnt nicht der berühmte Schritt ins Leben: Die ersten Jahre sind schon mit schlechten Vorbildern vertan, wenn das Leben nicht schon begonnen hätte, auch eigenständiges und gemeinsames Handeln zu lernen. Wir sind nicht zu Konsumenten geboren.

Gemeinsames Handeln wird hier in Bayern derzeit wieder neu für die Schule entdeckt, und einige Vorreiter haben EineWelt-Gruppen, Schülerräte und Welt-Läden in ihren Schulen als Lernprojekte aufgezogen, und während andere noch über Globalisierung jammern, fahren manche schon zu Partnern nach Indien.

Gemeinsames Handeln der Eltern, Lehrer und Verantwortlichen in Parteien und Politik ist eher selten geworden, weil uns für intensives Zusammenarbeiten die Zeit oder Konzentration fehlt, und wo dazu aufgerufen wird, nehmen wir eher an, dass etwas vertuscht oder ein Konflikt weggebügelt werden soll.

Freires Arbeitsweisen entstanden in Zirkeln, die gemeinsam forschten. Das kann unseren Kommissionen und Tagungen selten nachgesagt werden.

Lernende Organisation

Solidarische Ökonomie

Von Paulo Freire lernen: Bendit / Heimbucher, Reihe Deutsches Jugendinstitut: Analysen Band 10, Juventa Verlag München 1977

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