Unsere Band BavaroBeat existiert seit Frühling 2010. Unser gemeinsamer Traum war damals eine Musik zu machen die auf der traditionellen bayrischen Volksmusik basiert und mit modernen Elementen aus der Popmusik vermischt wird. Als Instrumente verwenden wir Ziach, Tuba und Trompete aber auch E-Gitarre, Synthesizer und Schlagzeug.
Das erste Konzert gaben wir Anfang Sommer 2010 mit erst zwei fertigen Songs. Da das Konzert ueber zwei Stunden dauerte, haben wir zu improvisieren begonnen, Themen aus der Volksmusik genommen und weiter entwickelt. Diese Kombination aus Improvisation und Tradtition macht eben BavaroBeat aus. Wir treten sowohl auf bayrischen „Hoagaschten“ in Wirtschaften unplugged auf, als auch in Clubs und Festivals voll elektronisch.

Auf so einem bayrischen Hoagaschd haben wir dann auch einmal im Muenchner Hofbrauhaus gespielt. Als Überraschung trat da auch Pamuzinda auf. Als die afrikanischen Musiker den erstaunten bayrischen Zuhoerern mit ihren Marimbas aufspielten, entdeckten wir, dass diese Musik mit der unseren doch ganz gut zusammenpasste und fingen an mitzuspielen. So ergab sich eine recht unkonventionelle aber doch harmonische Mischung aus bayrischer und afrikanischer Volksmusik. Die Zuhörer waren begeistert und wir selbst noch mehr.

In den folgenden Wochen lud uns Pamuzinda ein, als Gastmusiker auf einem ihrer Konzerte in Muenchen mitzuwirken. Im Gegenzug kam uns die Idee, in unserem Heimatort Oberaudorf auch ein gemeinsames Konzert zu organisieren. So verbrachten wir zusammen einige Abende zum gegenseitigen Kennnenlernen und zum Proben an gemeinsamen Stücken.

Diese Stücke waren in erstaunlicher Weise gleichzeitig Landler und afrikanisch, weil sich offenbar Volksmusik, egal woher sie kommt, immer miteinander vertragt.

Im Juli 2010 kam es schliesslich zur „Bayrisch-Afrikanischen Nacht“ im Gasthof Ochsenwirt in Oberaudorf. Eine grandios kulturübergreifende Veranstaltung bei der das halbe Dorf aus Neugier und Interesse anwesend war. Anfangs wurden einige Landler und Polkas gespielt, dann führte Pamuzinda einige ihrer Stücke und Tänze auf und schliesslich spielten wir gemeinsam die halbe Nacht.

Musikalisch ergänzt sich Marimba perfekt mit Trompete, Ziach und Tuba. Die afrikanischen Lieder sind vom Jodler nicht weit weg, und auch der bayrische Defiliermarsch passt gut in den Busch hinein.

Pamuzinda mit BavaroBeat ist eine einzigartige Kombination, die von nun an hoffentlich viele gemeinsame Konzert in Afrika und Deutschland geben werden.
In der Münchner Künstler-Villa Waldberta in Feldafing gibt es – neben anderen Künstlern, den nächsten kleinen Auftritt: 
Von Anfang Dezember bis Mitte März 2012 zieht sich eine große Veranstaltungsreihe des Münchner Kulturreferats über zeitgenössische Kunst in Zimbabwe, die überraschende Perspektiven und Einblicke gibt in ein Land, das normalerweise vor allem für negative Schlagzeilen sorgt.

Was es dort an vielfältigem, kreativen Potential gibt, ist nur einem kleinen Teil der Öffentlichkeit bewußt und dem sollte mit dieser Reihe etwas entgegen gesetzt werden.

In der Villa Waldberta sind deshalb momentan vier Künstler aus ganz unterschiedlichen Sparten eingeladen, die beim Heimatabend eine kleine Kostprobe ihres großen Könnens geben:

  • Der Fotograf Calvin Dondo zeigt Teile seiner Fotoausstellung „New German Families“, die u.a. letztes Jahr auf der Biennale in Venedig zu sehen war.
  • Der Bildhauer Itai Nyama, dessen abstrakte, feingliedrige Steinskulpturen bis vor kurzem in der Glashalle des Gasteig präsentiert wurden, wird anhand einiger Beispiele vorführen, wie er arbeitet und welches besondere Verhältnis er zu Steinen hat. Zum Thema Steinbildhauerei in Zimbabwe gibt Dr. Martin Rohmer eine kurze Einführung.
  • Tonderai Munyevu und Denton Chikura, die beiden Theatermacher aus London, die eigentlich eingeladen wurden für ein Performance-Projekt der Münchner Theaterfrau Tomma Galonska, aber passenderweise zimbabwische Wurzeln haben, wollen erste Ergebnisse einer neuen Art der Präsentation von aktuellen Nachrichten als Performance „News 13:13“ vorführen.

Außerdem gibt es einen musikalischen Genuß der besonderen Art: Musiker aus Bayern und  Zimbabwe haben sich zu einem gemeinsamen Projekt zusammen getan – BavaroBeat meets Pamuzinda, also quasi „BavaroZinda“. Afrikanische Instrumente lassen bayerische Volksmusik ganz neu erklingen und die bayerischen Musikanten ergänzen ganz wunderbar die afrikanischen Klänge.
Das Internationale Künstlerhaus Villa Waldberta in Feldafing ist ab 19 h geöffnet, der Eintritt ist frei. (Höhenbergstr. 25;10 Minuten Fußweg von der S-Bahnstation Feldafing; Wegbeschreibung unter www.villa-waldberta.de)

 

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