Am 20.12.2013 ist die neue Flugschrift der Aktion 3.Welt Saar zum Hilfsbusiness erschienen:
„Vorsicht, die Helfer kommen! – NGOs zwischen Hilfe und Hilfsbusiness – in Palästina und anderwo“
Die vierseitige Flugschrift hat eine Auflage von 120.000 Ex. und liegt der bundesweiten Ausgabe von „taz.die tageszeitung“ und der Wochenzeitung „Jungle World“(Berlin) bei.

Die Redaktion nimmt die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) unter die Lupe, fragt nach den Motiven zur Hilfe, nach den Auswirkungen. So legitim es ist, das Handeln von Regierungen und Unternehmen unter die Lupe zu nehmen, so legitim ist dies auch in Bezug auf die NGOs.

Der Einleitungsartikel beschäftigt sich mit dem schmalen Grat zwischen Hilfe und Entmündigung. Denn mal Hand aufs Herz: „Bisher hat beispielsweise kein afrikanisches, asiatisches oder südamerikanisches Land ein Ministerium zur Entwicklung von Europa. Aus Kamerun und Indien kommen auch keine Projektteams, um ‚den Deutschen’ zu zeigen, wie sie eine Landwirtschaft aufbauen können, die nicht in anderen Teilen der Welt riesige Flächen für Futtermittel oder Erdbeeren zur Winterzeit beansprucht.“ Die Aktion 3.Welt Saar schlägt deshalb ein Projekte-Moratorium vor; mit Ausnahme natürlich von Katastrophenhilfe.

Am Beispiel Palästinas nimmt die Redaktion der Flugschrift das Hilfsbusiness genauer unter die Lupe und hat Erstaunliches recherchiert.
Nirgendwo gibt es so viele Hilfs-NGOs wie in Palästina und nirgendwohin fließen so viele Gelder: Fast 6 mal so viel wie in den Sudan, 18 mal so viel wie nach Pakistan, mehr als 7 mal so viel wie nach Afghanistan, 23 mal so viel wie nach Äthiopien. Und die UNO unterhält sogar ein eigenes Flüchtlingshilfswerk ausschließlich für palästinensische Flüchtlinge.
Für alle (!) anderen Flüchtlinge gibt es nur ein Flüchtlingshilfswerk, das UNHCR.

Die Flugschrift zu Hilfsbusiness kann ab sofort auch in größerer Anzahl bestellt werden; zur öffentlichen Auslage, Weitergabe etc. http://goo.gl/RXk3um

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