Als junger Berufseinsteiger im weltweiten katholischen Konzern meinte ich noch, die grundlegende Menschenrechtsverletzung könnte verändert werden, aber die Institution wanderte weiter nach rechts, bis ich nicht mehr drin war:

Die Rechte von Frauen und Männern sind nicht gleich, Priester sind eine höhere Kaste. Aus diesem tieferen Bewusstsein, das von vielen Opfern durch Verehrung hoch gehalten wird, ist der sexuelle Mißbrauch eine Gnade, ist die erzieherische Gewalt eine Notwendigkeit.

Tausende von mißhandelten Kindern haben sich schon zusammengetan, haben Klagen eingereicht, doch reagiert die Kaste der Richter bisher mit Argumenten wie „Verjährung“ und „geringer oder nicht nachweisbarer Schaden“.

Wie kann ein ehemaliges Heimkind nachweisen, was ihr/ ihm durch Benachteiligung, Strafen und Übergriffe an langfristigem Schaden entstanden ist, an Lebensfreude und Selbstsicherheit entgangen ist?

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