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Martin-Niemöller-Preis für Info-Bus zu ANKER-Lagern

Bayern hat ein paar Probe-Lager zur Abschiebung eingerichtet, die es als Modelle an andere Bundesländern verkaufen will, die Bevormundung und Willkür sollen abschrecken und Integration verhindern. Martin Niemoeller landete im Konzentrationslager, nach dem er junger Nazi-Offizier gewesen war …

Martin Niemöller

war in seinen jungen Jahren evangelischer Nazi wie viele in der Kirche und Oberschicht, die dem Kaiser und dem Militarismus dienten.

Ab August 1917 war er Erster Offizier auf U 151, das bei Gibraltar, in der Biskaya und an vielen weiteren Orten zahlreiche Dampfer angriff und versenkte

Im Mai 1918 wurde Niemöller Kommandant des Minen-U-Boots UC 67. Er unternahm zwei Feindfahrten, bei denen er drei Dampfer versenkte und Minen vor Marseille legte. Im Juli 1918 wurde sein U-Boot bei einem Luftangriff schwer beschädigt.[4] 1919 nahm Niemöller seinen Abschied, weil er die neue demokratische Regierung ablehnte.

Im Alter griff Niemöller die bundesdeutsche Politik an und unterstützte die außerparlamentarische Opposition; auch der Kirche traute er Reformfähigkeit nicht mehr zu, so dass er schließlich die hessen-nassauische Synode verließ.

Vielfach wurde Niemöller im Kontext der gesellschaftlichen Diskussionen in den 1960er und 70er Jahren eine unkritische Nähe zum Kommunismus und insbesondere zum real existierenden Sozialismus vorgeworfen. Im März 1979 war er Juror des Dritten Russell-Tribunals, das Menschenrechtsverletzungen in der Bundesrepublik Deutschland anprangerte. Im Januar 1980 überließ er seine Grabstelle auf dem St.-Annen-Kirchhof in Berlin-Dahlem dem verstorbenen Rudi Dutschke.

Martin Niemöller Preis

„Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“[32]

Solidarität, Bereitschaft zum Dialog, Abbau von Feindbildern –
die Martin-Niemöller-Stiftung führt das friedenspolitische Engagement ihres Namensgebers fort.

Ihre Arbeit begründet sich allein in der Einsicht:
Wir brauchen eine zivile, demokratische und human gestaltete – eine solidarische Welt.

BELLEVUE HEIMATMINISTERIUM – TRANSITZENTREN

Mit Jürgen Siebicke (Bürgergemeinschaft Ingolstadt), Lisa Beimler (Infomobil Bayerischer Flüchtlingsrat), Bewohner Transitzentrum Ingolstadt/Manching. Moderation: Stephan Dünnwald (Bayerischer Flüchtlingsrat) 18. Mai, im Café des Bellevue di Monaco. In Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Flüchtlingsrat und dem Infomobil gegen Abschiebelager.

Die Verfahren sollen schnell und effizient sein, alle Beteiligten sollen rasch Klarheit über die Asylentscheidung haben, die Integration von ausreisepflichtigen Personen soll vermieden werden – Mit diesen Themen wirbt die bayerische Staatsregierung für große Flüchtlingslager, die erst ARE (Ankunfts- und Rückführungseinrichtung) hießen, jetzt Transitzentren und künftig wohl ANKER (Aufnahme-, Entscheidungs- und Rückführungszentren). Diese Anker Zentren hat die Große Koalition in ihrem Koalitionspapier als einen der wichtigen Punkte benannt.

Aber wie sieht es aus in den Transitzentren? Geht das Verfahren schnell, glatt und unproblematisch? Sind die bayerischen Transitzentren ein Vorbild? Wir blicken nach Ingolstadt/Manching und fragen lokale Experten nach ihrer Einschätzung vor Ort.

Im Anschluss an unsere Diskussion wird dem Team des Infomobils des Bayerischen Flüchtlingsrat der mit 5000€ dotierte Förderpreis der Martin-Niemöller-Stiftung verliehen. 

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