Eine Forschungseinrichtung der deutschen Streitkräfte übt scharfe Kritik an der Haltung der politisch-militärischen Führung zum Krieg in Afghanistan. ….

Nach Ansicht der Wissenschaftler ist die Transformation der Bundeswehr zur weltweit agierenden Interventions- und Besatzungsarmee „unvollständig“ geblieben; es mangele an einem „ausreichend differenzierten Fähigkeitsspektrum“ zur Aufstandsbekämpfung. Auch sei deren Notwendigkeit der deutschen Bevölkerung nicht hinreichend vermittelt worden.

Es gelte, „die gesellschaftliche Unterstützung für einen Einsatz immer wieder neu zu generieren“, schreibt der Direktor des
Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr (SoWi), Ernst-Christoph Meier, ….

Das Mittel, um die gewünschte Kriegsbereitschaft in der Bevölkerung zu erzeugen, sei „umfassende öffentliche Kommunikation“, erklärt der Wissenschaftler: Nur diese gewährleiste, dass weder der „Rückhalt in der Heimat“ noch die „Moral“ der Truppe „erodiere“. Folgerichtig
versteht Meier die „Jahresschrift 2011“ seiner Forschungseinrichtung als „Beitrag zu einer informierten strategischen Diskussion“ über die „am stärksten im Fokus“ stehende Operation der deutschen Streitkräfte – den Krieg in Afghanistan.

mehr www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58279

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