Die Stadt München hat ein altes Gelände neu zu gestalten, Ecke Schwere Reiter – und Dachauerstrasse. Die Straßennamen sind schon Koordinaten: Auf dem früheren Kasernengelände war vorher eine Kanonenfabrik, die „Schweren Reiter“ waren bayrische berittene Soldaten, die für den Transport zuständig waren. Die Stadtwerke nutzten das Gelände in verschiedenen Varianten weiter, bis sie in eigene Bereiche weiter zogen. Einiges leer, manches baufällig, lange ungenutzt.

Die Gelände und Häuser hatten viele Zwischennutzungen, wie auch Probenräume der Kammerspiele und Falckenberg-Schauspielschule, und schon jetzt sind dort einige Projekte wie das Pathos Transport zu Hause, die seit vielen Jahren eine andere Sprache als nur die hübsch verabreichte Literatur spielen.

Die Arbeit von imal in der künstlerischen Berufsorientierung mit Jugendlichen und eine Food-Coop, eine BrauchBar mit tauschbaren Alltagsgegenständen und ein foodsharing-Punkt der Lebensmittel-Retter, nun auch die KulturJurte … viele Angeboe rund um die gemütliche Kantina Libre mit internationalem Flair, die tolle Gäste singen und spielen ließ: Die krakehlenden Waldesel

Guter 80er Jahre Rock, freudig vom Publikum aufgenommen …

Die installierte „Kunst“ wurde von den meisten eher distanziert und kritisch aufgenommen, den die versprochene (De)-Construktion war noch kaum erlebbar: Videos und Installationen spielten zwar mit den Gebäuden, aber eine klare Auseinandersetzung mit Kaserne, Gelände und Stadt sah ich nirgends, da sind die bisherigen Mieter-Gruppen wohl auch nicht einbezogen worden, die zum Teil sehr viel mehr beitragen könnten.

Das Import-Export brachte das gewohnte Publikum, das an jeden umzunutzenden Ort folgt, und konsumierend alles zur Partyzone macht, aber nur schnell mal da ist: Nicht sehr kreativ, aber gern konsumierend.

Da wird sich die Stadt etwas mehr überlegen müssen, soll es ein wirklich kreatives Quartier werden. Andere Ecken wie Impact-Hub wären Vorbilder.

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