So, wie die Patres in Ettal in den 50er und 60er Jahren – wie viele andere Lehrer auch – die Kinder verprügelten, so meinen Anstaltsleiter und Richter, ihre „Delinquenten“ brechen und erziehen zu können. Eine wirkliche Reue steht noch aus. Bis zu einigen Papst-Kandidaten: Alles autoritäre uneinsichtige Rechthaber, arrogant und selbstgerecht wie alte Nazis.

Richter Brixner und O’Staatsanwalt Nerlich hatten über Jahre keinen einzigen Brief von Gustl Mollath beantwortet, hatten seine Beschwerden auch nicht an die nächste Instanz weitergeleitet: Der Rechtsstaat kann unter ein paar rechthaberischen Freunden ganz schnell ausgeschaltet werden. (Der Rest schweigt beschämt, duckt sich weg, wie die beisitzende Richterin.)

Der eingesetzte Betreuer, RA NN spielte ebenso mit: Informationen erst nach Versteigerung seines Hauses, unterbinden aller normalen Kommunikation. Das System geht bis in die höchsten Ebenen, und alle Anwälte wissen, (und können sich darauf verlassen) dass Wiederaufnahmeanträge aussichtslos sind … eine scheinbar kaiserliche Ordnung, die über unserer Demokratie sitzt. Ganz dumme glauben dann noch an den gnädigen Landesvater. www.gustl-for-help.de

Hintergründe:
Oberstaatsanwältin a.D. Gabriele Wolff schreibt den kriminologischen Hintergrund des Justizfalles: https://gabrielewolff.wordpress.com Neueste Folge: Politische Eiertänze

Bildungskonzept gegen hierarchische Krankheit in Justiz und Psychiatrie braucht Anmerkungen: FW-Plakat

Mal sehen, welche Veränderungen tatsächlich mit alten Parteiresten möglich werden, denn die Verstrickungen gehen bis in die Bankenbetrügereien der Finanzkrise, die Anwalt Strate auch grade angeht.

Ob die Piraten schon so weit sind, die neuen Möglichkeiten des Internets, die ja nun auch diese Offenlegungen erst in die breite Mitwirkung brachten, in eigestellten PDFs, in email-Kreisen und Vereilern, auf Twitter und in den zahlreichen Blogs und Wikis.

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