Jugend-Umweltbildung für eine schöne neue Welt? Viele Konzepte bleiben in unserer regionalen Entwicklung und unserem Zivilisationsstand hängen, an den flachen Utopien der technischen Machbarkeit und der Energie-Retter.

Solarmodule auf fliegenden Autos, Familienidyll im Garten oder graue Großstadtfantasien – Wie sieht die heutige Jugend die Welt in 20 Jahren? Wovon träumen sie? Was wünschen sie sich? Und wovor haben sie Angst?

Diese und weitere Fragen hat die renommierte Professorin für Biologiedidaktik Ulrike Unterbruner über 700 Jugendlichen gestellt. Die lesenswerten und teilweise überraschenden Ergebnisse dieser Studie fasste sie in dem Buch „Geschichten aus der Zukunft. Wie Jugendliche sich Natur, Technik und Menschen in 20 Jahren vorstellen“ zusammen, das mit zahlreichen farbenfrohen, von Jugendlichen gestalteten Bildern ausgestattet ist.

Die Autorin plädiert dafür, die Visionen, Wünsche und Ängste Jugendlicher in die Umweltbildung einzubeziehen und zeigt anhand von Beispielen, wie dies in der Praxis gelingen kann.

Was dabei aber wohl dünn vorkommt: Der internationale Blick auf Ressourcen und Verteilungsgerechtigkeit, denn „wenn alle Chinesen Auto fahren, brauchen sie einen Parkplatz, groß wie Afrika.“ Globales Lernen und Fairhandel erweitern diesen Blick, auch in der Umweltbildung. Über unsere national-Orientierung hinaus.

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