Das Gewissen des Pfarrers indischer Herkunft, der fünf Jahre die Gemeinde Wessobrunn betreute, gerät unter Druck: Die Weisung des Bischofs steht gegen die Interessen der Menschen in der Pfarrei, der Vorsitzende der Pfarrpfündestiftung überlegte einen Kirchenaustritt, andere fragen nach, ob nicht die Pfarrei aus der Diözese Augsburg austreten könne …

Das gab es bisher noch nicht, aber das Gewissen kann uns auf Neues bringen:
Das Kloster soll nach Wunsch der Priorin von Tutzing an den Artemed-Konzern verkauft werden, dieser spielt mit seltsamen Methoden: „Nicht mehr interessiert“ und doch an Gesprächen mit dem Bischof?

Die Pfarrei besitzt Stockwerks-Anteile für ihre Nutzung, der Konzern will alles: Wohl, um die Gemeinde und Öffentlichkeit auch aussperren zu können?
Die Ortsgemeinde hatte sogar einem Grundstücksverkauf der anteiligen Areale zugestimmt, vielleicht nimmt das ein Bürgerentscheid oder ein Gemeinderatsbeschluß wieder zurück:

Wenn Jahrtausend-alter Kulturbesitz einmal privat wird, ist er auch Handelsware, und auch die russischen und chinesischen Investoren würden darauf warten. Ein FDP-Wissenschafts-Minister fragte, ob es denn einen S-Bahn-Anschluß gäbe: Dann wäre die IMMOBILIE längst besser genutzt, und die Bistumsverwaltung jammert, es gäbe keine Alternativen.

Aber die Priorin zeigt sich seit acht Wochen nicht für Gespräche bereit: Die St.Leonhards-Quellen würden gerne eine Wasser-Akademie und eine Berufungs-Akademie einrichten, in der Menschen zu ihren eigenen Bestimmungen finden, und es gibt einige ansässige Berufe und Künstler, die zur Belebung des Ortes beitragen können.
Die Madonna zur schönen Liebe hatte vor 300 Jahren eine große Bruderschaft im weiten raum mit 600.000 Mitgliedern, das Kloster hatte durchaus größere Ausstrahlung als in den letzten Jahren der verharrenden Autoritäten in der menschenfremd werdenen Kirche. http://nachhaltig.wikispaces.com/Kloster+Wessobrunn