FleischesTheologie
Bemerkungen zum In-Eins von Religion und Erotik
Reihe: Forum Religionskritik
Bd. 3, 2004, 168 S., 17.90 EUR, br., ISBN 3-8258-6897-4

Hans Peter Hauschild gießt mit seiner „FleischesTheologie“ Öl in die Glut des schwelenden Kirchenkonflikts um die Religiosität der Lüste. Er sitzt gewissermaßen zwischen allen Stühlen auf dem Boden der lüsternen Realitäten. Religiosität und Sexualität schließen einander nicht aus, sondern fallen in eins. Das ist die Hauptthese, die anhand traditioneller Glaubenslehre und gelebter Kirchlichkeit entfaltet wird. Es geht nicht um religiösen Flankenschutz für die gegenwärtige Spaßgesellschaft, sondern um die Zusammenschau von Frömmigkeit und Lust. Schon allein darum fordert Hauschilds Position zur grundsätzlichen Diskussion heraus, unter kritischen wie traditionsgebundenen Christen gleichermaßen.

Hans Peter Hauschild, geboren 1954 in Gießen, Dr. phil., Kulturwissenschaftler und Pädagoge, engagierter Katholik und politischer Aktivist, war von 1987 bis 1992 Bundesvorstand der Deutschen AIDS-Hilfe und von 1993 bis 2001 aktiv in der Flüchtlingshilfe von Pax Christi. Er lebte bis zu seinem Tod im Jahr 2003 als freier Publizist in Berlin.

Veröffentlichungen: Lokal, mobil, global. Marienwalfahrt als Globalisierungspraxis (Thaur 1999); Mystik des Sterbens. Wege christlicher Hoffnung inmitten der Angst (Leipzig 2002) und Fluchtversuche (Hamburg 2002).

http://www.lit-verlag.de/isbn/3-8258-6897-4

http://www.hanspeter-hauschild.de/

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