Carola Alexandra Scheer: Hält die Polizei, was sich Polizisten von ihr versprochen haben? Verlag für Polizeiwissenschaft, Frankfurt 2010 ISBN 9783866761193, 229 Seiten, Preis 32,90

Die Polizei kann sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt (wieder einmal) vor Bewerbungen kaum retten. Auch wenn viele Bewerberinnen und Bewerber an den Aufnahmekriterien (z.B. den gesundheitlichen oder körperlichen Kriterien) scheitern, so bleibt doch die Auswahlmöglichkeit
für die Polizeibehörden in einem Umfang gegenwärtig gewährleistet, wie er in den vergangenen Jahrzehnten selten vorlag.

Ein solches Überangebot von Bewerbern hat jedoch Vor- und Nachteile. Die Vorteile liegen darin, dass sich die Polizeibehörden diejenigen Bewerberinnen und Bewerber aussuchen können, die ihren Vorstellungen am besten entsprechen.

Die Nachteile wiederum sind darin zu sehen, dass damit nicht nur überaus motivierte, sondern auch (formell) hochqualifizierte Bewerberinnen und Bewerber in den Polizeidienst gelangen. Nicht selten finden sich Polizeistudierende mit einer „1,…“ vor der Abiturnote.

Diese könnten sich problemlos auch für andere Studiengänge bewerben. Zu selten macht man sich sowohl bei der Bewerberauswahl, als auch später bei der Betreuung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Polizeidienst Gedanken darüber, welche Motive diese für die Auswahl dieses Berufes gehabt haben und ob sie ihre Tätigkeit anschließend auch mit der nötigen
Zufriedenheit ausüben.

Die vorliegende Studie beruht auf einer Diplomarbeit, die die Verfasserin 2003 veröffentlicht hatte. Sie hatte damals mehr als 300 Schüler u.a. dazu befragt, was sie sich unter dem Polizeiberuf
vorstellen und welche Gründe ihrer Ansicht nach für und gegen die Ergreifung dieses Berufes sprechen.

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