DAS GOLD DER ALTERNATIVE FÜR DEUTSCHLAND

Nordterrasse

Die AFD bot im Herbst 2014 den Verkauf von Gold für ihre finanziellen Interessen und für ihre Sympathisanten und Kleinspekulanten an. Sie macht das, weil sie „anders als andere Parteien“ sein will. Soweit aus der AfD-Ankündigung für diesen Deal.
Dabei hat die AfD – nicht nur vom Gold – keine Ahnung. Davon aber viel.

Warum?
Wer mit Gold spekuliert, weiß entweder nicht oder will es nicht wissen:
Gold wird heute mit dem Einsatz höchstgiftiger Chemie gewonnen werden: Mit Zyanid (Blausäure) zum Auswaschen der feinsten Goldpartikel aus der Erde oder mit Quecksilber.

Etwas länderkundliche Nachhilfe für die Afd:
Beispielsweise muss in den peruanischen Anden eine (!) Tonne Gestein abgeräumt werden, um 3 Gramm Gold zu erhalten. Dass dabei schlimmste Umweltschäden, sei es in den Bergen oder in den Flüssen des amazonischen Regenwaldes zwangsläufig entstehen, wird von den Goldspekulanten in Kauf genommen.

Gröfaz-Finanziers

Zum Allgemeinwissen gehört auch das Wissen, dass diese Chemikalien (über das Wasser, die Nahrungsmittel wie Fische) letztendlich auch die Menschen vergiftet. Außerdem gibt es in den illegalen Goldcamps im „Mutter Gottes Land“ (Departement Madre de Rios) im südlichen Amazonasgebiet Perus ausbeuterische Kinderarbeit und junge Mädchen werden zur Prostitution gezwungen.

Und all das soll eine Alternative (für Deutschland) sein?
Auch „rein wirtschaftlich“ gesehen hat die AfD damit kein seriöses Angebot gemacht. Sie hat sich mit entsprechenden Formulierungen vor möglichen Regressforderungen abgesichert. In ihrem – ausverkauften – Goldshop haben sie eine Unze Feingold für 1049 € angeboten. Am 26.12.14 kostete eine Unze (31,10 Gramm) nur noch 972,- €, am 31.12.14 985,- €.

So geht es mit der Spekulation.
Wird das Erdöl billiger, auch durch das Fracking-Verfahren in den USA geht der Goldpreis runter und der Verlust beträgt für diejenigen, die auf die Wirtschaftskenntnisse der Afd leichtsinnig vertrauten, am Ende des Jahres 64,- € und das innerhalb weniger Monate.
Das hätte auch gereicht für ein tolles Silvester-Essen mit Sekt.
Und für diesen Verlust nimmt auch die AfD irreparable Umweltzerstörung und Verletzung von Menschenrechten in Kauf, anscheinend ja.  Heinz Schulze

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