Viele denken, dass seit Freud der Mensch durch Assoziationen auf der Couch von seinen Problemen befreit werden kann. Dann kam noch die Gesprächstherapie dazu, auch das Denken in Systemen, also Familie und Umwelt, aber dass der ganz Körper, also die „Gestalt“ in den Blick genommen wird und in seinen Versuchen unterstützt werden kann, sich selbst zu heilen, ist nicht so sehr bekannt.

Deshalb kamen auch immer wieder Versuche neuer Benennungen, denn der Begriff „Gestalt“, ist im amerikanischen als Fremdwort (gesprochen oft „Gestolt“) eingebürgert, im Deutschen zu leicht mit Gestaltung und Kunsttherapie verwechselt.

Existenz-Therapie war eine Erwägung zur Benennung der neuen Arbeitsweise, die, statt den Patienten audf die Couch zu legen, den Kontakt intensiv aufnimmt und in gemeinsamer Forschung den Auswirkungen der Problematiken auf den Grund geht, ohne die Ursachen in der frühen Lebensgeschichte zu vermuten.

Paul Goodman, der mit Fritz und Laura Perls das erste Buch zur Gestalttherapie geschrieben hat, war in seiner amerikanischen Umgebung als radikaler Schulkritiker (Growing up absurd) und publizierender Anarchist bekannt.

Gestalt wurde in Amerika zuerst auch die bekannteste „Hippietherapie“, in Gruppen geübt und in den Sprachregelungen auch in andere Bereiche ausstrahlend: Von sich selbst zu sprechen …

Das Zusammenwirken der Münchner Gestalttherapeuten, die im Arbeitskreis Kritische Gestalt AKG ausgebildet sind, nennt sich auch Gestaltleben
Neue Forschungsgruppe: www.gestaltkommunikation.wikispaces.com

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