Das war schon vor hundert Jahren so, als emanzipierende Frauen die Friedensbewegung gegen Adel und Militarismus aufbauten, das sind heute plötzlich Christen in der Ukraine gegen faschistische Kriegshelden?

Friedensbewegung?

Das ist die Bundeswehr, war die abschließende Einschätzung der „geistig-moralischen Wende“ von 1981* und damit war für unsere staatstragenden Medien alles klar: Die Aufrüstung dient dem Frieden!

Dass da noch ein paar aus der NATO wollen …

Vor hundert Jahren

Adel, Militär und Rüstungsindustrie hatten mit dem Segen von Kirchen und König das Land in einen Eroberungskrieg getrieben, der hängen blieb, weil die Franzosen nicht mehr so unbekümmert wie 1870 waren.

Die Frauenbewegung wurde mit ihrer Forderung nach Frieden und allgemeinem Wahlrecht eine wichtige Kraft, die innerhalb der kaiserlichen Reichs-SPD allmählich zur Abspaltung führte:

Die bisher mitgetragenen Kriegs-Kredite wurden zuerst vom Abgeordneten Karl Liebknecht abgelehnt, dann 1917 von immer mehr Abgeordneten. Wahlrecht hatten damals nur die besitzenden Herren.

Dann entstand die USPD: Das kommt im Projekt der Räterepubliken ausführlicher. www.raete-muenchen.de ist grade in Reparatur.

In der Ukraine

http://quer-denken.tv/ukrainer-stehen-auf-zigtausende-auf-einem-friedensmarsch-nach-kiew/

engelstreppen

Mit dem Geld aus dem !870er Krieg gebaut: Die Franzosenviertel in verschiedenen Städten und die Siegesgöttin mit der „steinernen“ Isarbrücke und Beton-Hochwasser-Verbauung

27. Juli, Nachmittags: Sie haben es tatsächlich geschafft!! Trotz gesperrter Zufahrtstraßen nach Kiew, Bedrohungen durch rechtsradikale Kräfte, …

… aber sie schaffen es nicht in unsere NATO-gesteuerten Staats-Medien: Zwischen Papst und Schweinsteiger, Clinton, Olympiade und Trump ist kein Platz dafür.

Was immer man von christlichen Prozessionen halten mag: Es ist in den Zeiten der Kriegshetze eine mutigere Sache, als die Bevölkerung in Panik zu halten.

Eine Friedensbewegung aus den Kirchen?

Das hatten wir auch schon, bevor sich Pax Christi in München an die Leine legen ließ: Gegen Notstandsgesetze und Nachrüstung aktiv …

Was vom Kampf der Russischen Orthodoxie gegen die Ukrainische Orthodoxie zu halten ist, wie hier beschrieben?

Das Querfront-Geschrei mancher Links-Kanten ist groß, wenn sich Friedensbewegte nicht von vorn herein von Anders-Denkenden abgrenzen und nach Moskau fahren, wie Opa Kurch, um sich gegen die NATO-Hetze für einen neuen kalten oder heißen oder Handels-Krieg gegen Rußland auszusprechen und die Freundschaft der Menschen zu pflegen … http://opablog.net/2016/08/05/in-2-tagen-am-brandenburger-tor-die-friedensfahrt-berlin-moskau-startet/

Geschichtsarbeit auch zu aktueller Politik verknüpfen

Im Januar/ Februar 1917 wird es eine Revolutionswerkstatt geben, die Rüstungsarbeiter-Streiks in München gehen dann in Vorbereitung, Ernst Toller gründet seine Friedensgruppe, der Streit in der SPD eskaliert …

Anarchistischer Untergrund der Revolution und Räterepubliken

Nur die erste Generation der pazifistischen Bewegung ab 1916, während des Krieges als „Vaterlandsverräter“ beschimpft, aber anknüpfend an die Frauen- und Friedensbewegung mit Bertha von Suttner, die vor dem Krieg und dem Aufrüsten des Kaiserreiches gewarnt hatten:

Aufrufe, nicht in den Kanonen- und Munitionsfabriken zu arbeiten, bis dann 1917 und Januar 1918 ein RüstungsarbeiterInnenstreik Sarah Sonja Lerch und Kurt Eisner ins Gefängnis brachte …

Adel und Großbürgertum waren von den Waffenproduzierenden gepflegt und gekauft, die Monarchie spielte mit, an Landgewinn glaubend …

Donaufahrt A-gust2016

 

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