Kunstaktion Wangerin Bayr. Hof 1a Foto W. Smuda
Kritik geht auf Angestellte wie Politiker wie eine Peitsche nieder: Du hast gefehlt! Kritik war in der Aufklärung die Fähigkeit, etwas im Zusammenhang zu sehen und etwas anderes denken zu können. In diesem Sinn ist Kritik die Befreiung aus eingefahrenem und festgelegtem Mythos, der immer erklärte, wie es ist, weil es immer schon so ist. Ein Satz der frühen Aufklärung: „Als Adam grub und Eva spann, wo war denn da der Edelmann?“ Das religiöse Elend ist in einem der Ausdruck des wirklichen Elendes und in einem die Protestation gegen das wirkliche Elend. Die Religion ist der Seufzer der bedrängten Kreatur, das Gemüt einer herzlosen Welt, wie sie der Geist geistloser Zustände ist. Sie ist das Opium des Volkes.

|379|Die Aufhebung der Religion als des illusorischen Glücks des Volkes ist die Forderung seines wirklichen Glücks. Die Forderung, die Illusionen über einen Zustand aufzugeben, ist die Forderung, einen Zustand aufzugeben, der der Illusionen bedarf. Die Kritik der Religion ist also im Keim die Kritik des Jammertales, dessen Heiligenschein die Religion ist.

Die Kritik hat die imaginären Blumen an der Kette zerpflückt, nicht damit der Mensch die phantasielose, trostlose Kette trage, sondern damit er die Kette abwerfe und die lebendige Blume breche.
Seitenzahlen verweisen auf: Karl Marx/ Friedrich Engels – Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 1.

Ob wir uns an eine neue Aufklärung wagen? Ein gesunder Umgang mit Drogen von Alkohol bis THC für uns und unsere Jugend wäre es wert …

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