Eggmühler-LöweGroßes Getue zu neuen Verhaltensweisen um die Flüchtlinge, und dann wird – nach wochenlangen unsinnigen Grenzkontrollen, die nur die Bürger belästigen,  nach Gerede über Grenzzäune und Orban-Freundschaft … eine Verfassungsbeschwerde.

Der Furz der bayrischen reGierung: Stinkende Abwehr aufrechterhalten:

Das wird nun Frau Merkel so wenig jucken wie die anderen Ministerpräsidenten, die so handlungsunfähig erscheinen wie die bayrischen Politiker.

Etliche der Ehrenamtlichen haben schon auf die Sozial-Lobby verwiesen, die ebenso schwerfällig die Versorgungstarife einhalten will,

und auf manchen Kanälen wird schon deutlicher hörbar, wo nach unserer selbst gepriesenen „Willkommenskultur“ die Haken und Ösen wären:

Neben den vielen bisher eher ungewollten Modellen der Integration und Sprachschulung, runter gespart bis auf das Minimalste, gäbe es ein hohe Bereitschaft von demokratisch denkenden Betrieben, Handwerkern, Lehrkräften und Gemeinden, konkret etwas zu unternehmen, aber die bremsenden gesetzlichen Vorgaben stammen noch aus der Abwehr-Zeit …

Autoritäre Denkstrukturen in der Überlastung

Nach der Handwerkskammer, die schon länger ein Bleiberecht für Menschen in der Ausbildung forderte, gehen mehrere Verbände in die Offensive …hände zum ball

Anscheinend fehlt der fachliche Blick in die Bereiche, in denen schon langjährig integrativ gearbeitet wurde, und wenn die ausbildenden Einrichtungen, die beruflichen und caritativen Träger und Verbände nicht in der Lage sind, klare Ansagen zu machen, wird’s bedenklich:

Wir haben Standards, die in bisherigen Situationen angemessen und möglich waren: Welche Veränderungen werden möglich, wenn die Lern-Energie, Arbeits-Kraft und Selbst-Organisation der Geflüchteten ernst genommen erden?

Bevormundende Sozialverwaltung

hat bisher alle Eingetroffenen so weit wie möglich entfernt verteilt, „damit sie möglichst schnell deutsch lernen“!

Ohne sie zu fragen, ob sie überhaupt bleiben wollen, den Bevormundung weiß schon vor der Frage die Antwort. Das ängstliche Konzept der Münchner Sozialverwaltung streute alle Herkünfte und Nationen möglichst breit über das Stadtgebiet, um eine „Ghetto-Bildung“ zu vermeiden. Damit wird auch die Selbst-Organisation unterbunden.

Würden wir, in China landend, nicht auch nach einer deutschen Schule suchen?

sa-baobab-closeIn Toronto ist zu erleben, dass es durchaus Sinn machen kann, wenn die Menschen aus einem Herkunftsgebiet auch in einer Siedlung zusammen leben, denn sie sind dann auch bereit, dort in ihrer Weise Verantwortung zu übernehmen.Entsprechend wird es notwendig werden, sowohl unser Helfer-Syndrom als auch die Abwehr abzulegen, denn beides entspricht eher unserem schlechten Gewissen, als einer menschlichen Begegnung auf Augenhöhe.

Bürokratie statt Willkommens-Kultur

FranzvonKobellBayrische Polizisten werden seit Jahren von ihrer Herrschaft gegängelt, jede fremdartige Person zu kontrollieren, festzuhalten, registrieren … nicht nur rassisch und in blinder „Drogen“-Hatz, die nicht zwischen einem bisschen Gras und wirklich harten Drogen unterscheidet, auch einen Cannabis-Händler erschießt, aber nicht mitdenken kann, was da eigentlich passiert: All die Durchreisenden, die gar nicht nach Bayern wollten, mussten natürlich nach „Dublin-Gesetz“ ordnungsgemäß festgehalten, registriert und verschubt werden, aber wem ist dabei geholfen? Höchstens dem Selbstlob des Innenministers.

Willkommenskultur oder Nothilfe?

Unsere NATO hat in Lybien und Syrien zerbombte Kampfgebiete hinterlassen und die diversen Kampfgruppen und Sekten erst mit Waffen und Kampf-Zielen ausgestattet, unsere Regierungen und die USA haben die UN-Zahlungen verzögert, bis die Flüchtlingsorganisation nicht einmal das tägliche Essen in den Lagern sichern konnte, und für den Winter ist dort noch schlimmeres zu erwarten.

Max von hintenNatürlich könnten unsere Bayrischen Heerführer in Nigeria und Ungarn eigene Lager günstiger einrichten, aber dafür fehlt ihnen noch die entsprechend arrogante Partnerschaft in den Ländern und in der EU, die Menschenrechte für diese Unternehmungen außer Kraft zu setzen.

Nicht besser die Reden von jungen Arbeitskräften und Blutauffrischung, die grausig an die unverdaute Rassenlehre des 3. Reiches erinnern, die ja in der Medizin noch bis in die 70er Jahre die Lehrstühle und Ärzteorganisationen prägte.

Als Bürger sind wir es allmählich auch wieder gewohnt, nicht gefragt, aber abgehört, überwacht und gescholten zu werden: Parteien-Verdrossen, Politik-Verdrossen, Hartz4-Sanktioniert, Leistungsmüde, depressiv, konsumfaul …

Die Helfer-Gruppen hatten ihre Freude beim gemeinsamen Tun, und jetzt ist aus den Erfahrungen weiter zu lernen: Wenn die erste Not gelindert ist, kommt die frage nach dem Winter, nach dem Bleiben für einige zeit, denn die Heimat, die Familie dort, sind nicht einfach zu vergessen, wie das damals hier nach dem Eisernen Vorhang war,  der als Kalter Krieg die Fronten dicht machte.

Unsere Gäste werden nur bleiben, wenn sie Familien-Chance haben, und die brauchen mehr als Unterkunft und deutsch lernen, die brauchen auch die Vorstellung eines gemeinsamen Lebens in diesem Land, und die können wir nur im Dialog und im Zusammenleben entwickeln. Unsere alten Verwalter können das nicht.

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