Unsere bisherigen Debatten haben fast immer in der Öffentlichkeit stattgefunden, im Gegensatz zu den Trainings und den Debatten in der Uni. Die Konzentration auf „Laufkundschaft“ darf uns aber nicht in die Verkürzung der Möglichkeiten treiben, die in ihrem vollen Umfang zur Verfügung stehen sollten:

Dazu gehört für mich zuerst die Einladung zur Themenfindung,
dann die Vorbereitung, das jeweils persönliche Thema zu gewinnen
und die eigene Rolle innerhalb der Debatte und in der Pro oder Contra-Gruppe,

dazu die Öffentlichkeitsarbeit und die direkte Werbung vor Ort,
dann der gemeinsame Auftritt (Gestaltung) und die Moderationsrolle,
bis zur direkten Rede und Erwiderung auf die Beiträge, auch des Publikums.

Dabei sehe ich jede Beschränkung der Publikums-Beiträge (in der Anzahl) als Kürzung:
Wenn ein Thema gut eröffnet ist, soll – wie im Legislativen Theater –
unsere Aufgabe sein, die Beiträge der anderen Teilnehmenden zu dokumentieren.

Das wird für uns natürlich nur bei wirklich ernsthaften Themen wichtig,
und wir brauchen da auch eine Konzentration auf echte Veränderungspolitik,
klar unterschieden von den Feuilliton-Themen (Hundedreck im Engl. Garten …?)

Das werden allerdings auch die Themen, die wir wirklich gut dokumentieren sollten:
Ich merkte bei mir den Unterschied bei unserer Noten-Debatte:

Da war ich so emotional und fachlich beteiligt, dass mich manche flachen Argumente störten,
und dann auch noch das Meinungsbild am Schluss entsetzte: Alles nicht so ernst?

Solche Flapsigkeiten dürfen wir uns in wirklichen Beteiligungsthemen nicht leisten,
und ich könnte mir schon vorstellen, dass wir uns in einer Haidhausener U-Bahn-Diskussion
damit schon ziemlichen Unmut einfangen könnten …

Da kommt natürlich die Frage nach den Moderationsqualitäten für so heisse Themen auf:
wer traut sich das jeweils zu, wem trauen wir uns und unsere Themen zu?

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