als Spurensuche auf den Seiten der Paulo-Freire-Gesellschaft begonnen (Zitate)
und als Artikel zu den Methoden in „Die Verwandtschaft von Gestalttherapie und Forumtheater“ ausgeführt (erschienen in: Helmut Wiegand (Hg): Theater im Dialog: heiter, aufmüpfig und demokratisch: Deutsche und europäische Anwendungen des Theaters der Unterdrückten, ibidem Stuttgart 2004.)

Bewusstseinsbildung wird in der Arbeit nach Freire, der auch Augusto Boal mit Theater-Methoden folgt, der Vorgang genannt, den Beteiligten ihre eigene Situation so durchsichtig und klar werden zu lassen, dass sie dabei auch ihre eigenen Möglichkeiten der Beteiligung und somit auch der Veränderung erkennen können.

Die Vorgehensweise entspricht zumindest in den Zielen der Gestalt-Arbeit: Ein sich Selbst-bewusstes Individuum in der Breite der Auswahl seiner Handlungsmöglichkeiten zu unterstützen. Wie weit sich die einzelnen Begriffe und Methoden unterscheiden, habe ich in der obigen Arbeit für die wichtigsten mir nun bekannten Grundlinien gegenübergestellt.

Der Traum von einer demokratischen Gesellschaft ist noch gar nicht so alt: Paulo Freire ist noch in extremem Hunger des armen Nordosten Brasiliens aufgewachsen, Augusto Boal hat in seinen jungen Jahren ebenfalls gegen die Zensur der Militärdiktatur Brasilien gekämpft, bis er durch Folter und europäisches Exil gegangen, der Demokratisierung seines Landes durch eine neue Methode, das Legislative Theater als Ratsherr der Stadt Rio de Janeiro wieder einen neuen Impuls geben konnte.

Freire, brecht, pasolini,
jarmann

Share

Flattr this!