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Gespräch des Gesundheitsreferenten der Landeshauptstadt München, Joachim Lorenz (rechts) mit der Vertreterin des indigenen Volks der Ashaninka im peruanischen Regenwald, Begleitung und Übersetzung: Heinz Schulze

Die Stadt München unterstützt mit regelmässigen Projekten die Selbstorganisation der Regenwald-Indianer, auch im Kampf um ihre Gebiete gegen Holzfäller-Firmen, brandrodende Siedler und illegale Grundstücksaufkäufer.

Jhenny Munoz Hilares, Ashaninka-Delegierte, Peru gab einen Einblick in das Leben im Regenwald und beantwortete die zahlreichen Fragen der BesucherInnen. Darauf ist sie vorbereitet: Als 26-jährige Delegierte ist sie es bereits gewöhnt, allerlei seltsames gefragt zu werden, da sie in einem dichten Programm durch viele Schulen und Horte, Abendveranstaltungen und Gesprächsrunden kommt.

Anschliessend ging es noch an die Planung des Jugend-Austauschprojektes, das schon nächstes Jahr beginnen soll:

Bedingungen: mal kurz aus dem Kopf skizziert

Die BesucherInnen (über 18 J.) müssen bereit sein, für etwa sechs Wochen oder drei Monate in die Welt der Regenwald-Indianer einzutauchen, in der keinerlei Sicherheiten unserer Zivilisation gelten:

Elektrizität und Internet gibt es nur an bestimmten Punkten, Krankenhaus in der fernen Stadt,
zu Essen gibt es, was im Wald lebt und was angebaut wird, einschliesslich fein zubereiteter Maden und Krebse, die als besonderes Gastgeschenk nicht zurückgewiesen werden sollten.*

Dazu kommt neben spanischen Grundkenntnissen die Bereitschaft zum Erlernen der jeweiligen wichtigsten Dialekt-Worte des Alltags, um mit zur gemeinsamen Arbeit und zur Jagd gehen zu können.

Zu kaufen gibt es im allgemeinen nichts, ausser in den gösseren Dörfern und Städten, für den kurzzeitigen oder zeitweisen Aufenthalt dort sollte eigenes Taschengeld mitgebracht werden.

In der Folge (oder möglicherweise schon vorher) kommt ein Gegenbesuch aus dem Regenwald, der entsprechend hier begleitet, nach Möglichkeit einfach untergebracht und verköstigt werden sollte.

*(Auch wir Bayern haben solche Bräuche, an denen sich ein Gast immer messen lassen sollte,
Weisswürste zum Beispiel, auch nicht jederfrau’s Sache …)

im kleinen Sitzungssaal des Münchner Rathauses

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