Ich bin vor einem guten halben Jahr im Rahmen einer Veranstaltung und anschließend in einer Radiosendung, bei der ich Dr. Wilhelm Schlötterer zu Gast hatte, auf den Fall aufmerksam geworden und habe einige Leute aus dem Freundeskreis kennengelernt.

Nun sehe ich eine Hauptproblematik in der jetzt anlaufenden Revision, dass die bisher Beteiligten Organe sich selbst überprüfen sollten, was besonders bei der Staatsanwaltschaft Bayreuth, die alle Anzeigen gegen den Anstaltsleiter der Psychiatrie, Dr. Leipziger, entweder nicht angenommen oder die Verfahren wieder eingestellt hat, garantiert nicht zu neuen Ergebnissen führt.

Leider zeigen sich die Anstaltsleitenden und führenden Ärzte anscheinend recht unbeirrt, während innerhalb der Psychologie und Psychiatrie immer mehr Fragen zu den Diagnosen, Gutachten und den oft sehr pseudowissenschaftlichen Beurteilungen auftauchen.
So ist z.B. „Wahn“ ein mögliches beschriebenes Symptom, aber keinesfalls eine Diagnose, und ein „Wahn“ mit Schwarzgeld-Verschiebungen eine sehr gewagte Formulierung, die der Bestellung durch den Richter zu folgen scheint.

Die jahrelange Aufrecht-Erhaltung des Kreislaufes der „Unbeugsamkeit“ und der Weiterverwahrung dürfte heutigen Menschenrechts-Verständnissen vollkommen entgegenstehen, wie die Menschenrechtsbeauftragte der Bayerischen Landesärztekammer ausführt: „es gibt keine eindeutige Diagnose, die eine siebenjährige ‚Versorgung‘ in der Forensik mit unbestimmter Dauer rechtfertigen würde“. Man gewinne „den Eindruck, es solle etwas nicht aufgeklärt werden, sondern Herr Mollath solle aus der Öffentlichkeit auf unbestimmte Zeit verschwinden“.[42] Maria E. Fick bemüht sich, dass die Ärztekammer über die Berufsordnung die Gutachten beurteilen lässt.[43][44] (wikipedia)

Da ich gerade mit Freunden und Kolleginnen aus Psychotherapie, Pädagogik und Jura in München eine Veranstaltung dazu vorbereite, bin ich über das hohe Interesse und die inhaltliche Resonanz erstaunt und registriere eine große Verunsicherung.
Ich habe gestern mit einer Mail an die Justizministerin appelliert,
Frau Justizministerin Dr. Merk,
nehmen Sie von Ihrem Weisungsrecht gebrauch und weisen Sie den Fall einer anderen, bisher nicht befassten Staatsanwaltschaft zu!

Vertrauen in die Justiz? Vertrauen in die Justiz? Ermittlungen in Bayreuth durch die gleiche Staatsanwaltschaft … Strafvereitelung im Amt? und bitte nun um öffentliche Reaktionen in der Sache, damit sie nicht im Weihnachtstrubel untergeht.

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