Geflüchtete werden in Bayern an der Ausbildung und Arbeit gehindert, während die Handwerkskammern und die Industrie- & Handelskammern dringend Auszubildende und Fachkräfte suchen. Die Ausländerbehörden sind zur

Zur Untätigkeit verdammt … die Behörden?

Die Ausländer-Ämter in den Landkreisen haben angeblich eine Weisung, die jede Mitarbeitende mit Kündigung oder Zwangsversetzung bedroht, die eine Arbeitserlaubnis ausstellt: In Zeiten der Gerüchte-Wahrheiten reicht das anscheinend für alle pauschalen Ablehnungen im Kreis Freising.

Der Landrat von Starnberg hat dagegen selbst sechs Seiten herausgeben lassen:

Zur Untätigkeit verdammt … Geflüchtete

Sie wollen alle arbeiten, und sie dürfen nicht!

Warum? Da gab es zuerst die Prüfung, ob es nicht eine einheimische Bewerbung gäbe: Längst ausgeschöpft …

Und dann bleibt: Da will jemand Ärger bereiten, Ausländerfeindlichkeit im Amt? Mühldorf und die AfD kommen in den Sinn …

Zur Untätigkeit verdammt … Politik?

Beschäftigt mit freundlichen Wahlkrampf, getrieben von der AfD …?

Zur Untätigkeit verdammt … Helferkreise?

Es gibt viele Berufsschulen, die seit Jahren junge Geflüchtete in Berufsvorbereitungsklassen auf Ausbildung und Sprache vorbereitet haben, und nun verweigert das Amt die Ausbildung, weil es in den Herkunftsländern kein zugängliches Paßwesen gibt, wie

Helferkreise sind am Verzweifeln

 

Zur Untätigkeit verdammt … die Handwerkskammer?

In Jahrzehnten der engen Freundschaft mit der ReGierungspartei die Handlungsfähigkeit verloren? Urlaubszeit seit Jahren?

Zur Untätigkeit verdammt … die IHK?

Sendetermine für die Beiträge über unsere Situation im Bayerischen Rundfunk:

am Donnerstag, den 31.08. zwischen 13:30 Uhr und 14:00 Uhr im Hörfunk Bayern 2 Regionalzeit
am Donnerstag, den 31.08. zwischen 17:30 Uhr und 18:00 Uhr in der Frankenschau im Bayerischen Fernsehen
und am Donnerstag/Freitag im Nachtmagazin der ARD (die späte Nachrichtensendung)
Die Beiträge wären auch in der Mediathek abrufbar.

Herr Späth vom Hotel am Kurpark in Bad Windsheim veranstaltet am Donnerstag, den 31.08. um 19:00 Uhr eine Abschiedsfeier für Mohammed Mokhtar Nasseri (Mo), dessen Ausbildungsvertrag zum Hotelfachmann nicht genehmigt wurde, obwohl er seit Dezember diese in einer Einstiegsqualifizierung vorbereitet hat.

Alle Mitarbeiter solidarisieren sich mit Mo, alle unsere Jungs werden kommen mit Transparenten und Redebeiträgen, unsere Mitarbeiter, die ehrenamtlichen Unterstützer sind alle eingeladen, Herr Späth hat ein Festzelt vorbereitet. Um 21:00 Uhr endet die Veranstaltung mit einem Feuerwerk. Herr Späth hat eine Internetseite eingerichtet: www.wirsindmo.de

Die Sache hat den Charme, dass keine Demo angemeldet werden muss, die Presse wird trotzdem vertreten sein. Wir hoffen auf zahlreiche Beteiligung!

Ist die IHK nur mit dem Ausnehmen der eigenen Zwangsmitglieder beschäftigt?

Zur Untätigkeit verdammt … die Jobcenter?

Die letzten beißen die Hunde?


Irrtum der Vergrämungsstrategie:

Ich glaube, wir haben nur eine Chance. Ein abgelehnter Asylantrag zieht in der Regel unmittelbar keine Abschiebung nach sich. Ein Arbeitsverbot führt in aller Regel nicht zur freiwilligen Ausreise. Für einen Flüchtling ist das überhaupt nicht „vernünftig“, denn die Rückreise ist allemal viel schlechter, als die Gemeinschaftsunterkunft in Deutschland und der Genuss von Asylleistungen. Er wird solange bleiben wie es nur geht!

In der Folge bedeutet das, dass wir eine unaufhaltsam wachsende Menge von arbeitslosen, enttäuschten und orientierungslosen Asylbewerbern auf Jahre bei uns beherbergen müssen.

Das kann keine Gemeinde und kein Landratsamt in ganz Bayern wollen? Dr. Georg Strasser


SZ: „Eine Frage des Zufalls“

www.sueddeutsche.de/politik/ex-bmw-manager-claussen-ueber-integration-eine-frage-des-zufalls

Herr Kastner von der SZ, dem für seine Gründlichkeit und Ausgewogenheit im Vorfeld Anerkennung gebührt, hat hier Erfahrungen aus allen Spektren der Flüchtlingsbetreuung und der Betreuer*innen in der Gesamtausgabe der SZ eindrücklich dargestellt.

Ich bitte Sie insbesondere das Interview mit Herrn Claussen zu lesen! Besser kann man m.E. diesen Teil der Medaille nicht darstellen.


Der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustande, wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandekommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Pass niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.    Bert Brecht (1940) aus den „Flüchtlingsgesprächen“


Schriftliche Anfrage der Abgeordneten Angelika Weikert SPD vom 30.08.2017 – mit Drucklegung –

Erteilung von Ausbildungserlaubnissen an Asylbewerber und Geduldete

Bei der Erteilung von Ausbildungserlaubnissen an Asylbewerber und Geduldete für das Ausbildungsjahr 2017/2018 nutzen die bayerischen Ausländerbehörden Medienberichten zufolge den ihnen zur Verfügung stehenden Ermessensspielraum in unterschiedlicher Art und Weise. Es ist daher von besonderem Interesse, eine verlässliche Datengrundlage zu diesem Thema zu erhalten.

Ich frage die Staatsregierung:

1. a) Wie viele Anträge auf Erteilung einer Ausbildungserlaubnis wurden durch Asylbewerber gestellt (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
b) Wie wurde in den jeweiligen Fällen entschieden (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
c) Mit welcher Begründung wurden die negativ beschiedenen Anträge abgelehnt (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?

2. a) Wie viele Anträge auf Erteilung einer Ausbildungserlaubnis wurden durch Geduldete gestellt (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern,
Landkreisen und kreisfreien Städten)?
b) Wie wurde in den jeweiligen Fällen entschieden (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
c) Mit welcher Begründung wurden die negativ beschiedenen Anträge abgelehnt (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und
kreisfreien Städten)?

3. a) Wie lange war die durchschnittliche Bearbeitungsdauer bei der Erteilung von Ausbildungserlaubnissen an Asylbewerber und Geduldete (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
b) Wie viele Antragsteller konnten ihre Ausbildung zum regulären Ausbildungsbeginn antreten (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
c) In wie vielen Fällen haben ausbildungswillige Betriebe eine individuelle Beratung durch die Ausländerbehörden über die aufenthaltsrechtliche Situation eines Bewerbers in Anspruch genommen?

4. a) In wie vielen Fällen wurde der Antrag auf Erteilung einer Ausbildungserlaubnis aufgrund eines fehlenden Identitätsnachweises abgelehnt (bitte aufgeschlüsselt nach Aufenthaltsstatus, Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
b) In wie vielen Fällen wurde eine Aufnahme der Ausbildung mit der Auflage, den notwendigen Identitätsnachweis nachzureichen, genehmigt
(bitte aufgeschlüsselt nach Aufenthaltsstatus, Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
c) In wie vielen Fällen konnte der eingeforderte Identitätsnachweis bis zum 1.9.2017 erbracht werden (bitte aufgeschlüsselt nach
Aufenthaltsstatus, Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?

5. a) Bei welchen Herkunftsländern erachtet die Staatsregierung eine Identitätsklärung beziehungsweise Passbeschaffung durch den Antragsteller
für nicht mit vertretbarem Aufwand durchführbar?
b) Welche Konsequenz zieht die bayerische Staatsregierung daraus?
c) Welche Anweisungen erhielten die bayerischen Ausländerbehörden durch die Staatsregierung für diese Fälle?

6. a) In wie vielen Fällen wurden Geduldete, deren Antrag auf Erteilung einer Ausbildungserlaubnis abgelehnt wurde, in der Zwischenzeit abgeschoben
(bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?
b) In wie vielen Fällen sind Geduldete, deren Antrag auf Erteilung einer Ausbildungserlaubnis abgelehnt wurde, in der Zwischenzeit freiwillig ausgereist (bitte aufgeschlüsselt nach Herkunftsländern, Landkreisen und kreisfreien Städten)?

7. a) Wie bewertet die Staatsregierung die Tatsache, dass die bayerischen Ausländerbehörden den zur Verfügung stehenden Ermessensspielraum in
vergleichbaren Einzelfällen unterschiedlich ausgelegt haben?
b) Welche Konsequenzen zieht die Staatsregierung aus dieser höchst unterschiedlichen Auslegung ihrer Verwaltungshinweise?


Bayrischer Flüchtlingsrat

www.fluechtlingsratbayern.de

03.08.2017. Kirchenasyl darf auch in Bayern nicht strafbar sein!

Die Mailingliste der Helferkreise ist auch dort zu finden …


Ausbildungs-Erlaubnis als Gnadenakt für Geflüchtete? Klima?

 

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