Angst kann sehr ansteckend sein. Und sie kann aber nur jeweils einzeln bekämpft werden. Die Kunst darin sollten wir unseren Freunden beibringen, damit wir selbst geschützt sind.

Angst wird geschürtGegen Abschiebung in Krieg

Wir alle wissen schon als Kinder, wie wir anderen Angst einjagen können, und testen das auch gerne aus, ein Kitzel ist es, auch am eigenen Leib zu erfahren, so lange es keine ernsthafte Panik wird. Die ganzen Krimis und Horror-Geschichten, Filme und aller Zauber rundum soll uns die Sicherheit geben, Bescheid zu wissen und den Abwehr-Zauber zu kennen, egal, ob wir an die Arten der Magie oder die Bedrohungen der Religion glauben.

Angst überträgt sich auch körperlich

Wenn wir mit Menschen in Panik zu tun haben, ist diese auch für uns selbst körperlich zu spüren, und wenn wir darauf achten, sehen wir die Ängste in den Augen unserer Mitmenschen, die Städte sind an manchen Tagen eine Ansammlung von panisch erscheinenden Menschen. In den Zeiten den Stoß-Verkehrs lässt sich gut unterscheiden, wer in Ruhe seiner Routine folgt, wer sich erst orientieren muss und wer schon wieder zu spät ist: In Panik?

Angst ist zu sehenwienerplatz-Mond

Auch in der Haltung, in den Bewegungen, in der ständigen Selbstkontrolle, auch bei jungen Burschen in der Angst, ob die Frisur stimmt: Neue Bilder von Kontrolle …

Angst wächst im Alter

Nicht so direkt zu sehen, aber immer öfter auch zu hören: Mitmenschen, die kam mehr die Wohnung verlassen wollen, nicht mehr „unter die Leute gehen“ wollen. Das Nachlassen bestimmter Sicherheiten, die Störung von bisherigen Gewohnheiten, eingefahrenen Routinen und unerwartete Veränderungen in der Umgebung machen unsicher.

Angst springt über GenerationenGegenkultur Ausstellung Platform

Als Trauma kann eine Angst ohne die speziellen Auslöser über die Generationen weiter gegeben werden: Oft sind es Familien-Tabus, Gewalt in der Familie, Kriegs-Erlebnisse, manchmal aber auch einfach tabuisierte Krankheiten, Unglücksfälle und Todes- oder Selbstmord-Erfahrungen, die in einer verschleierten Weise übertragen werden.

Angst-Selbsthilfe

Seiten der www.angstselbsthilfe.de

Seiten der www.angstselbsthilfe.de

Angst ist eine der am Besten in der Selbsthilfe organisierten Gruppen mit eigenem Verein und einer eigenen Zeitschrift: daz

Heft 78: Psychopharmaka gegen Angst Die daz Nr. 78 stellt im Schwerpunkt das Thema Psychopharmaka zur Diskussion. weiterlesen

darüber sprechen tut gut. in den mash selbsthilfegruppen

Austausch: Deine Angst ist zum Problem geworden? Du bist nicht allein. Über 10 Millionen Deutsche leiden unter Angst, Panikattacken und Phobien. Bleib nicht allein mit der Situation und Deinen Fragen. In 17 Münchner Selbsthilfegruppen tauschen wir uns aus. Über unser gemeinsames Problem und den täglichen Umgang damit. Unser Angebot als Film

Angst-Störungen

Wenn es bedenklich wird, sich nicht nur Sorgen zu machen, sondern auch immer mehr den Situationen auszuweichen, die bedenklich werden könnten,

Angstselbsthilfe bei Angststörungen https://www.angstselbsthilfe.de

Angst-Therapie?

Die jeweilige Begegnung braucht den Mut, darauf zu zu gehen:

Das Modell der Scheinriesen in Jim Knopf und der Lokomotiv-Führer  macht uns klar, dass das Davon-Laufen der falscheste Weg ist und wer schon mal beim „Verstecksterl“ in seienm grandiosen Versteck vergessen wurde, weiß, dass dort auch keine Lösung liegen kann.

Ein Scheinriese ist das Ergebnis einer Panik, die uns Pan beschert: Eine Aufregung, die alle bedrohlichen Dinge und Probleme größer erscheinen lässt.

Herr Tur Tur ist ein Scheinriese und erläutert ihnen seine Besonderheit, indem er zuerst die Größenwahrnehmung bei nah und fern im Allgemeinen erklärt,[3] dann das ihm eigene Phänomen – ein Scheinriese zu sein – mit entwaffnender Einfachheit feststellt[4] und zu dem Schluss kommt, dass fast jeder Mensch irgendwelche besonderen Eigenschaften habe.[5] Obwohl ihn andere durch seine scheinbare Riesenhaftigkeit mit Angst wahrnähmen, sei er eigentlich „ein sehr friedlicher und geselliger Mensch“, aber durch die Furcht der anderen vor ihm sei er während seiner Kindheit sehr allein gewesen.[6] Nur auf seine Eltern habe er sich immer verlassen können, sie hätten nie Angst vor ihm gehabt.[7] Herr Tur Tur erzählt ihnen auch von seiner Einsamkeit nach dem Tod seiner Eltern[8] und von seiner Entscheidung, in die Wüste zu gehen, damit er andere Menschen durch seinen Anblick nicht unnötig in Angst versetze.[9] (wikipedia)

Angst in der Demokratie?

So lange die Herrschaften von Adel, Banken, Kirchen, Militär, Monarchie allein die Gerichtsbarkeit und Parlamente kontrollierten, also etwa bis 1918, und in den Rückfällen ab 1919 in Bayern und im Ende der Weimarer Republik war Angst vor der Obrigkeit durchaus angebracht, die Angst vor der Armut allerdings auch sehr vielen Menschen alltäglich.

Das „3. Reich“ lehrte zuerst den Kommunisten, dann den Sozialisten, schließlich den Schwulen, den Juden und Zigeunern das fürchten, und wer etwas Umsicht hatte, war ab 1933 schon geflohen, denn die Programme der Nazis waren durchaus bekannt. Es war nur für manche so unvorstellbar, zum Beispiel als jüdischer Kriegsteilnehmer oder Geschäftsmann, Unternehmer …

Dann kamen die Zeiten, in denen die Angst weiterging: Die 50er Jahre verwirklichten manche Idee des „1000jährigen Reiches“, das Familienbild der Nazis wirkte noch lange weiter. Die Richter und alle Beamten waren wieder im Amt, und sie hatten ihre Verbindungen, auch bald mit den Amerikanern, und sie machten weiter … in FDP und später NPD …

Nun haben wir eine Parteien-Demokratie, die abgezirkelt finanziert wird, von Lobby und Unternehmen, von Funktionären und Multi-Bankern.

Das Land erscheint nicht mehr wandelbar, den Klima-Herausforderungen und den Veränderungen des Marktes langsam hinterher rudernd, die alten Öl-Profite verteidigend, den neuen winkenden Profiten in chinesischen Geschäften entgegen lechzend.

Mut in der Bedrohung

Die Geschäfte drehen sich, die Menschen organisieren sich, die anderen Bewegungen aus anderen Ländern breiten sich aus …

sie zu sehen, gibt es ein paar gute Quellen: Contraste, Graswurzelrevolution, le Monde diplomatique, AK … weitere Anregungen bitte als Kommentar drunter setzen!

Angst im KapitalismusLandauer-Stele- an der Seite

Es scheint eine platte Feststellung zu sein, aber die Angst steigert die Anpassung, die Leistungs-Angst und die Macht der Kontroll-Freaks

Dieter Duhm veröffentlichte schon 1972 das Buch „Angst im Kapitalismus –

Rainer Taeni: Das Angst-Tabu und die Befreiung 1976

Der tödliche Konservatismus

Eine Auseinandersetzung zum Hintergrund – auch mit den Gedanken von Wilhelm Reich – auf www.lsr-projekt.de/wrb/wrb2.html#duhmbuch

Andere Beiträge, Quellen und Varianten:

www.sozialegestalt.wordpress.com

Reflexionsstunde mit Alex

www.nachkriegskinder.wordpress.com

 

 

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