galerieGEDOKmuc Schleißheimer Str. 61, 80797 München, Tel. 089-24290715 mail@GEDOK-muc.de, www.gedok-muc.de

gewidmet der Gründerin der GEDOK Ida Dehmel (1870-1942), kuratiert von ADLER A.F. Eröffnung: Fr. 17.10., 19 Uhr, Sa, So 18./19.10.14, 15-18 Uhr Laudatio: Dr. Jolanda Wagner, Kunsthistorikerin, Wien, Performance: Trash Queen »die 100% Frauenquote?!« Regie ADLER A.F.

Die 5. Ausstellung im Rahmen des Festivals der unangepassten Kunst ist im Herbst zu Gast in der galerie GEDOKmuc und wird Ida Dehmel (1870-1942), der Gründerin der GEDOK, gewidmet. Im Jahre 1926 kam Ida Dehmel auf die Idee, den Bund deutscher Künstlerinnen einzuberufen, nachdem sie sich unermüdlich für Frauenrechte und das Frauenwahlrecht einsetzte.

Die politischen Aktivitäten der umtriebigen, die Obrigkeit oft provozierenden Ida Dehmel fanden 1933 ein jähes Ende. In Hamburg stürmten SA-Männer eine Versammlung der GEDOK-Mitglieder und forderten die Jüdin Ida Dehmel auf, alle Aktivitäten sofort einzustellen. Unter tragischen Umständen nahm sich Ida Dehmel 1942 das Leben. Die GEDOK ist heute das größte Netzwerk für professionelle Künstlerinnen in Europa.

In der galerie GEDOKmuc zeigen ihre Arbeiten: Hilla Rost /Künstlerbücher, Anna-Jutta Pietsch /Assemblage, Gisela Ringseisen /Gouache und Ursula Duch /mixed media.

Die Schweizerin Lisa Hutter Schwahn fragt: Wo ist Kraft? Wann kommt sie? Wann geht sie? Aus diesen Fragen entstandene Arbeiten bezeichnet sie als skurril, poetisch und frei. Die Hamburgerin Jessica Petraccaro-Goertsches aka JPG hält in ihren nicht nachbearbeiteten Fotoeditionen Irritationen fest; Reize, die dergestalt in der Natur vorkommen, oder einen menschlichen Protagonisten in seiner eigenen, ihn bedrängenden Welt spiegeln.

Die amerikanische Staatsbürgerin Eva Kollmar studierte an der University of Wisconsin/Art&German literature. Sie lässt Kunst-Objekte aus Entsorgungsmaterialien entstehen, diese widmet Eva Kollmar der Jüdin Ida mit dem Titel: »IDA DEHMEL – ein Leben der Eingrenzung, der Entgrenzung, der Ausgrenzung – ein jüdisches Leben in Deutschland«.

Die Initiatorin des Festivals für unangepasste Kunst ist Münchens trashigste Künstlerin ADLER A.F., die mit politkritischen Installationen, Raumzeichnungen und Performances ihrer lebenden Skulptur Trash Queen, provoziert.

ADLER A.F. hegt große Bewunderung für Ida Dehmel, die sich ihr ganzes Leben für Künstlerinnen aller Genres einsetzte.
»TrashArt im Sinne von ADLER A.F.s Interpretation ist Kunst aus wiederverwertbarem Material, entbehrt meist jeglicher Gefälligkeit, stört die Sehgewohnheiten und stellt allzu Bemühtes in Frage.
Ida Dehmel hätte ihre Freude daran!« meint die Wiener Kunsthistorikerin Dr. J. Wagner.

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